Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg
Umweltinformationssystem BW
Bild: Grafik, Gliederung des Buntsandsteins
Gliederung des Buntsandsteins
(© LGRB, LUBW, Autor: M. Schöttle)
Die Gliederung des Buntsandsteins erfolgt in Unteren, Mittleren und Oberen Buntsandstein. Die Grenzziehung zwischen den einzelnen Abteilungen ist allerdings nicht ganz einheitlich .

Der Untere Buntsandstein beginnt mit den Bröckelschiefern, die an der Luft leicht zerfallen. Sie sind infolge toniger Anteile Wasserstauer und somit Quellhorizonte. Darüber folgt der rote, feinkörnige Bausandstein (z. B. Baumaterial des Heidelberger Schlosses) und der durch gelbe bis grauschwarze Flecken von Manganoxiden gekennzeichnete Tigersandstein.

Der Mittlere Buntsandstein beginnt mit dem Unteren Geröllhorizont (ECK'sches Konglomerat), einer Sandsteinserie mit eingelagerten Geröllen. Darüber folgen die geröllfreien Schichten des Hauptbuntsandsteins. Diese lassen sich durch das Auftreten bzw. Fehlen von lockersandigen, bräunlichen Flecken, die zu Löchern auswittern (sog. Pseudomorphosen), in zwei Abteilungen untergliedern. Der Hauptbuntsandstein besteht aus dickbankigen Sandsteinbänken, die teilweise durch dünne Schlufflagen getrennt sind. Die Sandsteine werden bzw. wurden in zahlreichen Steinbrüchen abgebaut. Im Neckartal sind diese braunroten Bausandsteine als Neckartäler Sandstein bekannt. Der Obere Buntsandstein beginnt mit dem Karneolhorizont, der nach ORTLAM (1967) als fossile Bodenbildung betrachtet wird. Darüber folgen die unter ständiger Wasserbedeckung abgelagerten Plattensandsteine, die vielfach lokal abgebaut werden. Es handelt sich um mittelkörnige Sandsteine, die sich infolge Einlagerung von Glimmern auf den Schichtflächen in dünne Platten zerlegen lassen. Darüber erfolgt nach Ablagerung einer weiteren Sandsteinbank (sog. Chirotheriensandstein) eine marine Ingression, die die bisher fluviatillimnische Sedimentation ablöst und die feinsandigen und tonigen Gesteine des Röt ablagert. Innerhalb dieser Serie liegt die sog. Myophoria-Bank, die marine Fossilien aufweist. Hiermit erfolgt die Überleitung zur marinen Muschelkalkzeit.

Eine detaillierte Beschreibung der einzelnen Schichthorizonte des Buntsandsteins im Kraichgau und südlichen Odenwald erfolgt bei SCHWEIZER & KRAATZ (1982).