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NSG Battertfelsen (Baden-Baden)
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Felsmassiv Battert
Blockhalden am Fuß des Batterts
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Bild: Felsgelände des Battert (Baden-Baden)
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Das Felsgelände des Batterts besteht aus Gesteinen des Oberen Rotliegenden. Am Fuß der Felsen befinden sich ausgedehnte Blockhalden.

NSG Battertfelsen (Baden-Baden):
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Übersicht

NSG Battertfelsen (Baden-Baden)

 

Naturschutzgebiet Battertfelsen beim Schloß Hohenbaden

 
Bild: Felsengalerie am Battert (Baden-Baden)
Felsengalerie am Battert
(© LUBW, Autor: Stutz)

Die Battertfelsen liegen im Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord, nördlich von dem bekannten Kurort Baden-Baden, und gelten als bedeutendes Klettergebiet.

 
Bild: Felsentürme am Battert (Baden-Baden)
Felstürme am Battert, Zeugen der Verwitterung
(© privat, Autor: C. Düpmeier)

Blick auf die steilen, verwitterungsresistenten Felsentüme.

Der Battert bei Baden-Baden ist ein geologisch bedeutendes Felsenmassiv im Naturraum Nördlicher Talschwarzwald, mit hoch aufragenden Felswänden (geologische Formation des Rotliegenden bzw. Perm) und weitläufigen Schutthalden.

Bereits im 19. Jahrhundert übte das weithin gut sichtbare Felsenmassiv auf die Menschen eine große Attraktivität aus. Insbesondere Kletterer drangen im Laufe der Zeit immer weiter in die damals noch unzugängliche Felsenlandschaft im Nordschwarzwald vor. Als Naturdenkmal wie als Kletterziel ist der Battert heute ein wahrer Publikumsmagnet.

Seit 1981 ist die Fläche als Naturschutzgebiet mit einer Größe von 33.18 ha ausgewiesen. Die Blockhalden rund um die Felsen bieten insbesondere wärmeliebenden Pflanzen und Tieren einen Lebensraum. Das Betreten der Gesteinshalden ist aus diesem Grund verboten. Rings um den Battert wächst ein artenreicher Mischwald, der nicht mehr bewirtschaftet wird (Bannwald). Ein alter Bestand aus Bergahorn, Buche, Tanne, Eiche, Hainbuche, Bergulme und Linde umringt hier die Felsen. Hier finden der Hirsch- und Sägebockkäfer ideale Lebensräume. An Reptilien beherbergt das von Wald und Felswänden geprägte Gebiet sowohl die Mauereidechse als auch die Schlingnatter.

Die Entstehung der Blockhalden geht auf die letzte Eiszeit (Würm-Eiszeit) zurück, als Gletscher und reißende Schmelzwasserflüsse die steilen, schroffen Felsen geschaffen haben. Durch den ständigen Temperaturwechsel zwischen Plus- und Minusgraden im eiszeitlichen Klima, wurden entlang der Klüfte Blöcke aus dem Battertfelsen gesprengt, die dann zu Tal rollten und am Fuß der Felsen mächtige Halden bildeten. Die Felsen wurden im 5. Jh. v. Chr. von den Kelten benutzt, im Bereich des Batterts einen Ringwall zu errichten. Heute sind davon nur noch wenige Reste zu erkennen.

In direkter Nachbarschaft zum Battert liegt die Ruine des Schloß Hohenbaden. Der Gebäudekomplex entstand im Laufe von 400 Jahren seit dem 11. Jahrhundert. Als Baumaterial dienten vorwiegend die am Battert gewonnenen Gesteinsblöcke des Rotliegenden. Ende des 16. Jh. wurde die Anlage durch einen Brand erheblich beschädigt. Ab 1830 begann man die Reste der Ruine baulich zu sichern und für den Fremdenverkehr zu nutzen.