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Getreideanbau
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Getreideanbau (1/4)
Getreide - wichtige Lebensgrundlage
Weizenfeld bei Hockenheim (Rhein-Neckar-Kreis)
(Element 1 von 9: Bild)
Bild: Weizenfeld bei Hockenheim
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Ausgedehnte Weizenfelder im Bereich des Hockenheimer Rheinbogens.

Die verschiedenen Arten des Weizen stellen zusammen mit Mais das meistangebaute Getreide der Welt dar. Weizen ist für Menschen in vielen Ländern ein Grundnahrungsmittel (Brotgetreide) und hat eine große Bedeutung in der Tiermast. Hartweizen ist besonders für die Herstellung von Teigwaren (Hartweizengrieß) geeignet.

Das Bundessortenamt teilt mit seiner Zulassung die Weichweizensorten in fünf so genannte Backqualitätsgruppen ein:

  • E-Gruppe: Eliteweizen
  • A-Gruppe: Qualitätsweizen
  • B-Gruppe: Brotweizen,
  • K-Gruppe: Keksweizen
  • D-Gruppe: sonstiger Weizen
  • Getreideanbau

    Getreide sowie die daraus hergestellten Erzeugnisse gelten seit Jahrtausenden als die wichtigsten Nahrungsgrundlagen des Menschen. Nahezu die Hälfte der durch die Erdbevölkerung aufgenommenen Nahrungsenergie und über ein Drittel des Nahrungsproteins stammen aus Getreide. Der Preis für Getreide hat sich seit dem Jahr 2000 verdreifacht. Steigende Preise locken vielfach Spekulanten an.

     

     

    Boden liefert Nahrungsmittel

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    Das Qualitätszeichen "Gesicherte Qualität aus Baden-Württemberg"

     
    Bild: Logo HQZ - Baden-Württemberg
    Das Qualitätszeichen "Gesicherte Qualität Baden-Württemberg"
    (© Autor: MLR)
    Das Qualitätszeichen ist eine Weiterentwicklung des bisherigen “Herkunfts- und Qualitätszeichens Baden-Württemberg (HQZ)“. Es dient der besonderen Kennzeichnung von Erzeugnissen der badenwürttembergischen Land- und Ernährungswirtschaft. In den Richtlinien sind Herkunft, Anbau, Qualität und Kontrolle der erzeugten Lebensmittel geregelt.
     
    Bild: Schafe
    Der Verzehr von Lammfleisch zeigt in der letzten Zeit eine deutliche Zunahme
    (© LUBW, Autor: Hartig)
    Schafe gehörten in Baden-Württemberg seit vielen Jahrhunderten zum typischen Landschaftsbild. Als Lieferant für Milch, Fleisch und Wolle, hatten sie für unsere Vorfahren nicht nur wirtschaftliche sondern auch überlebenswichtige Bedeutung. Selbst ihre Exkremente fanden Verwendung – zum Düngen der Felder, lange bevor künstliche Düngung bekannt war.

    Die Einführung der Baumwolle sowie der zunehemende weltweite Handel mit Wolle und Fleisch, drängte die Haltung und Zucht von Schafen in Baden-Württemberg stark zurück, sodass die Tiere vielerorts aus unserer Landschaft völlig verschwanden. Die Folgen waren unübersehbar. Bereits nach wenigen Jahren begann sich das bislang vertraute Landschaftsbild in vielen Regionen stark zu verändern. Die bisher offenen, weitläufigen Weideflächen wuchsen durch aufkommende Gehölze wieder zu. Man sollte meinen, dass die Mahd durch Menschenhand hier rasch Abhilfe schaffen könnte. Doch ist dies - ungeachtet des Kostenaufwands -langfristig kein gleichwertiger Ersatz, da das Abschneiden von Pflanzen den Ausstrieb nur noch beschleunigt. Bleibt darüberhinaus das Schnittgut nach der Mahd vorort liegen, findet zusätzlich eine Düngung des Bodens statt, das den allgemeinen Pflanzenwuchs entsprechend fördert.

    Im Gegensatz dazu, findet mittels der Beweidung durch Schafe ein konstanter Entzug des Bodens an Nährstoffen statt. Durch den Verzehr der Pflanzen sowie durch die Trittbelastung der Tiere wird der rasche Aufwuchs der Vegetation nachhaltig gebremst.

     
    Bild: Hausrinder, Fleckvieh
    Fleckvieh (Bos primigenius taurus) auf der Weide
    (© privat, Autor: Linnenbach)

    Die Fleckvieh-Rasse geht auf Hausrinder im Berner Oberland zurück, das bereits im Mittelalter für seine großwüchsigen und gescheckten Rinder bekannt war. Im Gegensatz zu anderen Hausrind-Rassen wird beim Fleckvieh die Zucht gleichwertig auf die Milch- und Fleischleistung gelegt. Um die Qualität zu steigern, wird neben Grünfutter auch Mais zugefüttert.

    Die Milchvieh- und Rinderhaltung ist die mit Abstand wichtigste Form der wirtschaftlichen Nutzung und Pflege der rund 550.000 Hektar Dauergrünland in Baden-Württemberg. Die in der Fläche vorhandenen Milchviehbetriebe mit den vor- und nachgelagerten Bereichen bilden ein wichtiges Rückgrat für einen lebendigen, touristisch attraktiven und wirtschaftlich starken Ländlichen Raum. Baden-Württemberg unterstützt die mittelständischen Milchvieh-Familienbetriebe und die Milchwirtschaft mit einem breiten Maßnahmenpaket: beispielsweise durch die neu ausgerichteten Förderprogramme im Förderprogramm für Agrarumwelt, Klimaschutz und Tierwohl.

     

     

     

     

     

     

     

    Das Qualitätszeichen ist eine Weiterentwicklung des bisherigen "Herkunfts- und Qualitätszeichens Baden-Württembergs (HQZ)". Es dient der besonderen Kennzeichnung von Erzeugnissen der baden-württembergischen Land- und Ernährungswirtschaft. In den Richtlinien sind Herkunft, Anbau, Qualität und Kontrolle der erzeugten Lebensmittel geregelt.


    Lebensmittelüberwachung

    Aufgabe der Lebensmittelüberwachung in Baden-Württemberg ist die Kontrolle, ob die lebensmittelrechtlichen Vorschriften eingehalten werden und damit auch der Schutz des Verbrauchers vor Risiken durch Lebensmittel. Die Kontrolle gegebenenfalls gesundheitsgefährdender Verunreinigungen (Kontaminanten) stellt einen ständig wachsenden Aufgabenbereich dar.

    Belastungen der Lebensmittel können durch Verarbeitungsprozesse, vom Menschen verursacht und durch die allgemeine Umweltbelastung entstehen. Im Rahmen der Lebensmittelüberwachung werden auch Rückstände an Pflanzenschutzmitteln sowie Bestandteile aus gentechnisch veränderten Pflanzen kontrolliert.

    Gesunde Tiere - gesundes Fleisch

    Zu Beginn des vorigen Jahrhunderts hatten Schafe eine hohe wirtschaftliche Bedeutung. Dies lag nicht in erster Linie daran, dass das Fleisch so begehrt war, sondern vor allem an der Wolle, die die Schafe liefern. Durch die Konkurrenz der Baumwolle im 19. Jahrhundert sank der Bedarf an Schurwolle, sodass sich mehr auf die Fleischzüchtung konzentrierte. Heute wird fast ausschließlich Lammfleisch verkauft, das geschmacklich viel milder ist und bei Feinschmeckern aufgrund des würzigen Eigengeschmacks und des zarten, feinfasrigen Fleisches sehr beliebt ist. Lammfleisch ist nicht nur schmackhaft, sondern auch bei weitem nicht mehr so fett wie früher. Darüber hinaus ist es reich an Mineralstoffen, Spurenelementen und Vitaminen.

    Auch die Freilandhaltung bzw. Weidehaltung von Hausrindern hat in den letzten Jahren wieder deutlich zugenommen. Wichtig dabei ist das richtige " Weidemanagement". Das heißt, dass den Tieren immer genügend Grünfutter zum optimalen Zeitpunkt zur Verfügung steht. Entsprechend muss auch immer genügend frisches Wasser zur Verfügung stehen. So trinkt z. B. ein ausgewachsenes Rind an einem heißen Sommertag bis zu 100 Liter.

    Die Weidehaltung ist die natürlichste und gesündeste Art der Rinderhaltung. Sie wirkt sich sehr positiv auf die Qualität von Milch und Fleisch der Tiere aus. Der Wert der tierischen Erzeugung in Baden-Württemberg betrug 2008 knapp 1,8 Milliarden Euro. Die Milcherzeugung (777 Mill. Euro) in Verbindung mit Rinderhaltung und Kälberzucht (319 Mill. Euro) stellen dabei im tierischen Produktionsbereich gemessen am Produktionswert zu Erzeugerpreisen die wichtigsten Produktionszweige für die baden-württembergischen Landwirte dar.

    Dioxin in Hühnereiern

    Bei Eiern können erhöhte Dioxinbefunde bereits auftreten, wenn die Legehennen auf Böden gehalten werden, die ggf. nur schwach erhöhte Dioxinverunreinigungen aufweisen. Zusätzlich zur Aufnahme aus Futtermitteln können dann bei Auslaufhaltung Spurenanteile an Dioxinen und dioxinähnlichen polychlorierten Biphenylen (PCB) durch das Picken im Boden aufgenommen werden. Dabei sind Hühner besonders sensible Bioindikatoren, da sie im Vergleich zu anderen Tieren in Bezug auf ihr Körpergewicht mehr Bodenbestandteilchen als andere Tiere aufnehmen. Auch Stallungen und Einstreu können bei überhöhten Gehalten eine Rolle spielen.

    Die Verordnung (EG) Nr. 2375/2001 des Rates vom 29. November 2001 setzt für Hühnereier und Eiprodukte einen Höchstgehalt von 3 pg WHO-PCDD/F-TEQ/g Fett fest. Die Verordnung gilt ab 1. Juli 2002. Gemäß dieser Verordnung sollten Eier aus Freilandhaltung und aus intensiver Auslaufhaltung dem Höchstgehalt ab 1. Januar 2004 entsprechen.

    Nach einer Stellungnahme des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) vom 17. Januar 2005 stellt der gelegentliche Verzehr von Eiern, bei denen diese Höchstgehalte überschritten sind, noch keine akute Gesundheitsgefährdung dar. Es gibt deshalb keine Notwendigkeit, auf den Verzehr von Eiern aus Freilandhaltung zu verzichten, da sie in der Regel nur einen vergleichsweise kleinen Anteil an der aufgenommenen Dioxinbelastung des Menschen über Nahrungsmittel haben.

    Etwa 60 Prozent der in Deutschland verzehrten Eier stammten aus der Bundesrepublik selbst. „Wer wissen will, wo sein Frühstücksei gelegt wurde, sollte einen Blick auf den Erzeugercode werfen, mit dem jedes Ei gestempelt ist. Daran können Verbraucherinnen und Verbraucher auch erkennen, ob das Ei aus der Region stammt. Handelt es sich bei der zweistelligen Zahl hinter dem Landeskennzeichen DE um die Nummer 08, ist es aus Baden-Württemberg.

     

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