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Die Weiße Hohle
Weiße Hohle - Hohlwegflanke
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Bild: Hohlwegflanke - Weiße Hohle
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Der Wurzeldruck größerer Bäume auf die freiliegenden, überhängenden Lösswände führt im Laufe der Zeit zum Einsturz der Hohlwegkanten.

Weiße Hohle:
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Auf den Pfaden unserer Vorfahren - der Hohlweg "Weiße Hohle" bei Nußloch

Das Einsinken des Buntsandsteins von Heidelberg aus in südlicher Richtung nach Wiesloch hin wird geologisch als Beginn der Kraichgauer Senke definiert. Es ist somit auch der Anfang der größten flächenhaften Auflage von Löß in Baden-Württemberg. Der Kraichgauer Löß entstand während der Kaltzeiten im Pleistozän, durch Ausblasen von Feinmaterial aus den Schotterfeldern des Rheins. Die größte Lößauflage wurde in der Würmeiszeit abgelagert, also vor ca. 12.000 Jahren. Die Korngröße der einzelnen Lößpartikel liegt hier zwischen 0,05 bis 0,01 mm.

Die Mächtigkeit der Lößablagerungen zeigt sich am deutlichsten in der Ausprägung der durch die Menschen enstandenen Hohlwege. Als charakteristisches Beispiel hierfür, möchten wir die sog. "Weiße Hohle" am westlichen Rand des Kraichgau vorstellen. Im Kernbereich dieser ehemaligen Verkehrsader zwischen Nussloch und Maisbach (Rhein-Neckar-Kreis) erreichen die eingetieften Lößwände stellenweise eine Höhe bis zu 6 Meter.

In welchem zeitgeschichtlichen Abschnitt die "Weiße Hohle" entstanden ist, ist unklar. Möglicherweise geht die Entstehung bereits auf die Römer zurück, die auch auf der Gemarkung Nußloch ihre Spuren hinterlassen haben. So stieß man z. B. 1851 in der "Hessel" auf verlassene Stollen, die römische Münzen und alte Werkzeuge enthielten.

Bild: Hohlweg Nussloch
Hohlweg Weiße Hohle bei Nußloch (Rhein-Neckar-Kreis)
(© LGRB, LUBW, Autor: M. Schöttle)

Die Weiße Hohle am westlichen Kraichgaurand bei Nussloch (Rhein-Neckar-Kreis) stellt einen ca. 4 bis 8 m tief eingeschnittenen Lößhohlweg dar, der heute nicht mehr als direkte Ortsverbindung Nussloch - Maisbach genutzt wird. An den Lößwänden ist stellenweise der Übergang von Lößlehm zu Löß mit eingelagerten Lößkindeln (Karbonatkonkretionen) gut zu erkennen.

Der Hohlweg und die angrenzenden Waldflächen sind eingebettet in das 2005 ausgewiesene Landschaftsschutzgebiet Bergstraße-Süd (Größe ca. 2.716 ha).


ausgewählte Literatur:

Wolf, R. &; D. Hassler (Hrsg.) (1993): Hohlwege - Entstehung, Geschichte und Ökologie der Hohlwege im westlichen Kraichgau. Beih. Veröff. Naturschutz Landschaftspflege 72, 416 S. ISBN: 3-929366-02-9; Bezug über den Buchhandel oder bei Verlag Regionalkultur, Ubstadt-Weiher.