Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg
Umweltinformationssystem BW
Bild: Zauneidechse
Zauneidechse (Lacerta agilis), Männchen
(© LUBW, Autor: M. Linnenbach)

Die Zauneidechse (Lacerta agilis) ist die am weitesten verbreitete euröpäische Reptilienart. Der heutigen großflächigen Verbreitung kamen die im frühen Mittelalter beginnenden landschaftlichen Veränderungen durch den Menschen sehr entgegen. Sowohl die Rodung von Waldflächen als auch die Schaffung und Offenhaltung kleinparzelliger Anbauflächen mit den entsprechenden Saumstrukturen, bewirkten das Vordringen der Art bis in die unmittelbare Nähe des Menschen - so ist möglicherweise auch ihr Name entstanden.

Die Zauneidechse besiedelt mit Vorliebe ein locker bewachsenes, sonnenexponiertes Gelände und ist somit am Rande von Hecken, an Waldrändern und Bahndämmen, an Weg- und Straßenböschungen ebenso wie in naturnahen Gärten oder auf Trockenrasen anzutreffen. Wichtig ist, daß die Lebensräume strukturreich sind und genügend Nahrung bieten. Vor allem kleine Insekten und Spinnen gehören zu ihrer Beute. Die Tiere gehen erst bei einer Körpertemperatur von etwa 38° C auf Nahrungssuche.

Einen großen Teil des Jahres (etwa 5-7 Monate) verbringen Zauneidechsen in der Winterstarre in Unterschlüpfen  z. B. unter Baumwurzeln oder in Mauslöchern.

In Baden-Württemberg ist die Art nicht gefährdet.