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Steinbrüche im Keuper
Aufgeschlossener Schilfsandsteinbruch Eppingen-Mühlbach (Ldkr. Heilbronn)
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Bild: Steinbruch südlich von Eppingen-Mühlbach
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Im Steinbruch Eppingen-Mühlbach wird noch in geringem Maß Schilfsandstein abgebaut. Bereits seit dem Ersten Weltkrieg ist die wirtschaftliche Entwicklung der Mühlbacher Steinbrüche rückläufig. Heute ist das Gestein z.B. für die Gebäude- und Denkmalsanierung sowie für den Landschafts- und Gartenbau wieder sehr gefragt.

Keuper:
Weitere Informationen
 

Keuper: Nutzung

 

Sandstein, Gips und Mergel -

 
Bild: Stubensandstein, Keuper
Mittlerer Keuper - Stubensandstein
(© LUBW, Autor: M. Linnenbach)

Der bekannte Stubensandstein (km 4, aus der Mittleren Keuperstufe) wurde früher als Streu- und Scheuersand für Straßen und  Holzfußböden heimischer Wohnstuben genutzt.

 
Bild: Maulbronn im Enzkreis
Kloster Maulbronn Arkadengang (Konversengasse) aus Schilfsandstein
(© LUBW, Autor: M. Linnenbach)

Der Maulbronner Schilfsandstein, den bereits die Zisterziensermönche abbauten, verhalf der Stadt Maulbronn dank der um 1871 neu beginnenden Bauperiode zu einem explosionsartigen Wirtschaftsaufschwung.

Von alters her ist die Sandsteinindustrie in Baden-Württemberg ein wichtiger und historisch gewachsener Industriezweig, der im Laufe der Jahre eine stetig steigende Technisierung in der Gewinnung, im Transport und der Verarbeitung erfahren hat. Hier diente hauptsächlich der Schilfsandstein (km2) aus den Schichten des Mittleren Keupers als Baustein für unterschiedliche Verwendungszwecke.

Der größte Anteil des leicht zu bearbeitenden Gesteins wurde in den vergangenen Jahrhunderten zum Bau von Häusern, Brücken, Kirchen (Kloster Maulbronn) sowie für Monumentalbauten (Burgen, Schlösser) verwendet. Auch heute wird Schilfsandstein noch stellenweise in Baden-Württemberg abgebaut und als Baustoff für die Renovierung historischer Bauten angeboten.

Baden-Württemberg verfügt vor allem in den Regionen um Schwäbisch Hall und im Bereich Schwarzwald– Baar– Heuberg über wirtschaftlich bedeutende Vorkommen an Sulfatgesteinen (Gips, Anhydrit). Die wichtigsten Vorkommen von Gips sind an die Schichten des Gipskeupers gebunden.

Eine weitere historisch gewachsene Nutzung ist die Düngung von Weinbergen, mit den bröseligen Mergelknollen aus den Schichten des Mittleren Keupers (Bunte Mergel). Bei höheren Kalkgehalten spricht man von Kalkmergel, bei niedrigeren von Tonmergel. Der bekannte Stubensandstein (km 4, aus der Mittleren Keuperstufe) wurde früher auch als Streu- und Scheuersand für Straßen und Holzfußböden heimischer Wohnstuben genutzt.