Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg
Umweltinformationssystem BW
NSG Sandhausener Dünen
Karte
Kartenlegende
Wählen Sie aus:
Suche
Suche in …
Die Sandhausener Dünen
Südosthang der Pferdtriebsdüne
(Element 1 von 19: Bild)
Bild: Binnendünen Sandhausen
Erstes Element Vorheriges Element Bild vergrößern Nächstes Element Letztes Element

Unsere Dünen- und Flugsandgebiete bieten einen einzigartigen Lebensraum für sehr seltene und gefährdete Tiere und Pflanzen. Deshalb wurden auch die bislang noch ungeschützten Flächen der offenen Binnendünen und Sandrasen durch das Biotopschutzgesetz, das am 1992 in Kraft trat, unter Schutz gestellt.

 


Ausgewählte Literatur:

 

BREUNIG, Th. & G. THIELMANN (1992): Binnendünen und Sandrasen.- Biotope in Baden-Württemberg (Hrsg. Umweltministerium Bad.-Württ.).- (1): 36 S.; Karlsruhe.

NSG Sandhausener Dünen:
Weitere Informationen
 
Übersicht
 

Naturschutzgebiet Sandhausener Dünen (Rhein-Neckar-Kreis)

In Baden-Württemberg sind Flugsandflächen und Dünen eine Besonderheit der Nördlichen Oberrheinebene. Die Landschaft sah hier vor etwa 10 000 Jahren völlig anders aus. Der Rhein und seine stark mäandrierenden Seitenarme durchdrangen nahezu die gesamte Region. Westliche Winde wirbelten feinkörnige Partikel aus den trockenliegenden Schotterflächen und Sandbänken des Flusses auf und lagerten sie in östlicher Richtung als Binnendünen wieder ab. Die nur spärliche, tundrenartige Vegetation zu dieser Zeit, vermochte den starken Wind in der Rheinebene sowie äolische Verbreitung der Sandpartikel kaum zu bremsen.

Die Gemarkung Sandhausen fußt überwiegend auf diesen Sand- und Schotterflächen. Ihr höchster Punkt liegt mit 117 müNN auf den Dünenflächen, der tiefste Punkt befindet sich der Leimbachrinne auf 101 müNN. Durch Baulanderschließung und Vergabe der Sandabfuhr durch die Gemeinde wird in den 1950er Jahren das früher zusammenhängende, einstweilig sichergestellte Naturschutzgebiet Sandhausener Dünen in zwei Teile zerschnitten und im Norden verkleinert. Das heutige Schutzgebiet "Pferdtriebsdüne", unmittelbar vor den Toren der Gemeinde Sandhausen, ist mit einer Fläche von 15,8 ha nur noch ein kleiner Rest dieser einst offenen und weitläufigen Dünenlandschaft.

Kartenansicht - google.maps

 

Bild: NSG Pferdtriebsdüne
"Pferdtriebsdüne" bei Sandhausen (Rhein-Neckar-Kreis)
(© LUBW, Autor: M. Linnenbach)

Das ausgedehnte Binnendünengebiet bei Sandhausen (Rhein-Neckar-Kreis) aus jungpleistozänen Ablagerungen, befindet sich im Naturraum der Unteren Hardt. Auf entkalkten und z.T noch in Bewegung befindlichen Flugsanden zeigen sich ausgedehnte Silbergras-Rasen (Corynephoretum canescentis) sowie zahlreiche z.T. seltene thermophile Insektenarten. Seit 1950 Schutzgebiet.


Ausgewählte Literatur:

BREUNIG, Th. & G. THIELMANN (1992): Binnendünen und Sandrasen.- Biotope in Baden-Württemberg (Hrsg. Umweltministerium Bad.-Württ.).- (1): 36 S.; Karlsruhe. BURGHARDT, G. & Ch. RIEGER (1978): Die Wanzenfauna der Sandhausener Flugsanddünen - unter besonderer Berücksichtigung des NSG "Pferdstriebdüne" - (Insecta, Heteroptera).- Veröff. Naturschutz Landschaftspflege Bad.-Württ., 47/48: 393-413.

PHILIPPI, G. 1971: Sandfluren, Steppenrasen und Saumgesellschaften der Schwetzinger Hardt (nordbadische Rheinebene) unter besonderer Berücksichtigung der Naturschutzgebiete bei Sandhausen - Veröff. Landesst. Naturschutz Landschaftspflege Bad.-Württ. 39: 67-130, Ludwigsburg.