Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg
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Bodengefährdungen
Gefahrenquellen
Gefährdung der Umwelt durch luftgetragene Schadstoffe
(Element 1 von 6: Bild)
Bild: Industrieanlagen (rauchend)
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Die Industrie ist eine der Hauptquellen für anthropogen erzeugte Stoffe mit potenziell schädlichen Eigenschaften (Schadstoffe). In der Atmosphäre werden die Schadstoffe mit dem Wind transportiert und reagieren mit reaktiven Teilchen (z.B. Ozon) zu neuen Verbindungen oder werden ganz abgebaut. Die Chemikalien gelangen mit dem Regen oder an Schwebstoffen gebunden in den Boden und auf Pflanzenoberflächen. Setzt sich der Eintrag der Stoffe in den Boden fort, werden die Filter- und Pufferreserven verbraucht.

Leichtflüchtige Chemikalien verdampfen in der Atmosphäre, andere werden durch Organismen abgebaut. Ein Teil der Substanzen gelangen im Laufe der Zeit, im Sickerwasser gelöst, in das Grundwasser.

Gefährdungen entstehen durch:

Für die Bewertung der Schadstoffbelastung von Böden ist neben dem Gesamtgehalt auch der Gehalt an mobilen Schadstoffen von Bedeutung, da diese von Pflanzen aufgenommen oder in das Grundwasser eingetragen werden können.

Ab dem 1. Juni 2005 ist die Ablagerung organischer, biologisch abbaubarer Siedlungsabfälle ohne Vorbehandlung nicht mehr zulässig. In diesem Zusammenhang ist damit zu rechnen, dass zunehmend Probleme zu den möglichen Entsorgungswegen für so genannte "Grenzwertige Abfälle" auftreten.

 
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Potentielle Bodengefährdung durch Einträge aus der Abfallverwertung

Zielsetzung des Umweltplans 2007 Baden-Württemberg ist es, dass die zu beseitigenden Abfälle aus privaten Haushalten und sonstigen Herkunftsbereichen weiter zurückgehen. Bereits seit einigen Jahren bewegen sich die Abfallmengen auf gleichbleibendem Niveau. Sie liegen bei etwa 340 kg pro Einwohner und Jahr. Die durch das Land eingeleiteten Maßnahmen zur Vermeidung von Abfällen sollen fortgeführt werden. Gleichzeitig müssen sinnvolle Verwertungsmaßnahmen weiter entwickelt werden.

Abfallentsorgung kann sowohl in der thermischen Behandlung (z.B. Verbrennung) als auch in der Wiederverwertung bestehen. Dazu gehört die u.a. die Vorsortierung durch Abfallbehandlungsanlagen wie z. B.

  • Sammelstellen für Wertstoffe, Wertstoffhof (Vorsortierung von Eisen, Stahl, Kupfer)
  • Bauschuttdeponien, Bauschuttrecycling 
  • Mechanisch-biologische Vorbehandlungsanlagen (MBA) und Kompostierungsanlagen.
  • Sortier- und Entsorgungsanlagen

Zum Schutz der Umwelt, insbesondere des Bodens und der Gewässer unterliegen Genehmigung und Überwachung dieser Anlagen dem Immissionsschutzrecht nach dem Bundesimmissonsschutzgesetz (BImSchG).

Bild: Gefährdung
Potentielle Gefährdung des Menschen durch Schadstoffgehalte im Boden
(© IÖT, Autor: Institut f. terrestrische Ökologie)

Menschen können Schadstoffe im Boden über eine Vielzahl von Wegen aufnehmen:

  • Die Schadstoffe können mit dem Sickerwasser in das Grundwasser gelangen. In vielen Regionen wird das Trinkwasser direkt aus dem Grundwasser gewonnen.
  • Pflanzen nehmen entweder über das Bodenwasser oder aus der Luft die Schadstoffe auf. Über die Nahrung erreichen die Schadstoffe wieder den Menschen.
  • Menschen können die Schadstoffe über die Luft aufnehmen. Dies geschieht wenn die Schadstoffe aus dem Boden über die Luft, in Form von Gas, entweichen.
  • Durch den direkten Kontakt (spielende Kinder, Gartenarbeit u.a.) können Schadstoffe in den menschlichen Organismus gelangen.

 

Übersicht:

1 Potentielle Bodengefährdung durch Einträge aus der Abfallverwertung