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Schadstoffbelastung
Schadstoffe und ihre Quellen
Verkehrsemissionen
(Element 1 von 5: Bild)
Bild: Verkehrsemissionen - Grafik
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Bezugsjahr 1998; Quelle: UVM

Die Emissionen des Verkehrs haben einen wesentlichen, teilweise dominierenden Anteil an den gesamten Schadstoff- und Staubemissionen.

Schadstoffbelastung der Böden in Baden-Württemberg

Schadstoffquellen:

Konsequenzen für den Boden:

 
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Bodengefährdung durch Emissionen

Bild: Industrieanlagen (rauchend)
Gefährdung der Umwelt durch luftgetragene Schadstoffe
(© UVM Baden-Württemberg, Autor: UVM)

Die Industrie ist eine der Hauptquellen für anthropogen erzeugte Stoffe mit potenziell schädlichen Eigenschaften (Schadstoffe). In der Atmosphäre werden die Schadstoffe mit dem Wind transportiert und reagieren mit reaktiven Teilchen (z.B. Ozon) zu neuen Verbindungen oder werden ganz abgebaut. Die Chemikalien gelangen mit dem Regen oder an Schwebstoffen gebunden in den Boden und auf Pflanzenoberflächen. Setzt sich der Eintrag der Stoffe in den Boden fort, werden die Filter- und Pufferreserven verbraucht.

Leichtflüchtige Chemikalien verdampfen in der Atmosphäre, andere werden durch Organismen abgebaut. Ein Teil der Substanzen gelangen im Laufe der Zeit, im Sickerwasser gelöst, in das Grundwasser.

Hauptsächlich gelangen Schadstoffe durch industrielle Emissionen und durch zahlreiche diffuse Quellen, wie z. B. durch Straßenverkehr oder durch Feuerungsanlagen in die Atmosphäre. Sowohl durch trockene Deposition (Staub) als auch durch nasse Deposition (Regen) kehren diese Schadstoffe wieder auf den Erdboden zurück und verändern dort das Bodenmilieu.

So beruht u. a. auch die zunehmende Versauerung vieler Böden in den Wäldern Europas auf den Einträgen aus der Atmosphäre. Stellenweise konnten bis zu 10-fach erhöhte Säuregehalte festgestellt werden. Hierfür verantwortlich sind vor allem die früheren Sulfat- sowie die fortgesetzten Stickstoff- Einträge. Während die Sulfatbelastungen (aufgrund von Schwefeldioxidemissionen) vor allem aus Industrie und Gewerbe stark reduziert werden konnten, bewegen sich die Stickstoffeinträge (NOx) und CO2-Emissionen aus Verkehr und Industrie weiterhin auf hohem Niveau.

Seit 2005 nehmen bis zu 200 energieintensive Anlagen aus Baden-Württemberg an dem EU-weiten CO2-Emissionshandel teil, von denen die meisten dem Sektor der Energiewirtschaft zuzuordnen sind. Durch den europaweiten Handel zwischen den Anlagenbetreibern werden regionale Politikansätze zur Minderung der Emissionen in diesem Bereich weiter an Bedeutung verlieren.

Derzeit liegt der Anteil Baden-Württembergs an den bundesweiten CO2-Emissionen mit 8,9 % noch deutlich unter dem Anteilswert der Einwohnerzahl (13,5 %). Der Anteil des Landes am Primärenergieverbrauch Deutschlands ist mit 11,3 % wesentlich geringer als der Anteil am Bruttoinlandsprodukt (14,7 %). Dies belegt die hohe Energieproduktivität in Baden-Württemberg.

Übersicht:

1 Bodengefährdung durch Emissionen
Unser Beitrag zum Bodenschutz
Eintragsminimierung und kontinuierliche Überwachung der Böden im Rahmen der Bodendauerbeobachtung