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Naturgeschichtliche Urkunden (1/3)
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Boden als Archiv: Bodenprofil Karlsruhe-Bulach (Dr. Lehmann)
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Dr. Lehmann von der Uni Hohenheim erklärt anhand eines Bodenprofils aus Karlsruhe-Bulach die Archivfunktion von Böden.

Naturgeschichtliche Urkunden

Die ältesten fossilen Zeugnisse der Menschheit aus Südwestdeutschland sind der Unterkiefer des Homo heidelbergensis mit etwa 600.000 Jahren sowie einige Steinwerkzeuge, die etwa vor 250.000 Jahren entstanden sind.

Auch aus den Höhlen der Schwäbischen Alb (z.B. Vogelherdhöhle im Lonetal und Heidensteinhöhle bei Albstadt (Zollernalbkreis) kennen wir zahlreiche frühe Belege der Menschheit. Die wissenschaftliche Erkundung von Höhlen begann in Baden-Württemberg Anfang des 19. Jh.

 

 

 
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Das Mesozoikum - das Erdmittelalter - (Dauer etwa 165 Mill. Jahre)

Bild: Nothosaurier, Echse fossil
Nothosaurier aus der Gruppe der Flossenechsen
(© SMNK)

Rekonstruktion eines Nothosauriers (Sauropterygia). Die Echsen erreichten zwischen 2 und 4 Metern Körperlänge. Der fläche, langgestreckte Kopf erinnert ein wenig an den Schädel eines Krokodils.

Das Erdzeitalter des Mesozoikum (griech. mesos = Mitte und zoon = Lebewesen) liegt in der Mitte zwischen Paläozoikum und Känozoikum. Es begann vor 251 Millionen Jahren und endete vor 65,5 Millionen Jahren und gliedert sich geologisch in:

Während zu Beginn des Mesozoikums noch alle Kontinente zu einem "Superkontinent" (die Pangäa) vereint waren, erkennt man gegen Ende der Kreidezeit bereits die heutigen Strukturen der Kontinente, die im Laufe der Zeit auseinander drifteten - (Kontinentaldrift). Diesen Vorgang darf man sich nicht als eine plötzlich eintretende Katastrophe vorstellen, sondern vielmehr als einen langsamen, ständig fortlaufenden Prozess mit vielen Zwischenstadien. Die Bewegung der Kontinentalplatten dauert bis heute an.

Viele Tier- und Pflanzenarten sterben zu Beginn des Mesozoikums aus (u. a. die gesamte Triblobitenfauna). Dies macht den Weg frei für eine völlig neuartige Tier- und Pflanzenwelt. Der Artenbestand wird deutlich vielfältiger. Die Nautiliden werden durch die Ammoniten und Belemniten stark zurückgedrängt. Bei den Gliedertieren treten erste Formen der Libellen auf. Unter den Fischen sind in der Trias besonders viele haiartige Formen zu beobachten.

Zu einer ganz besonderen Entfaltung gelangen die Reptilien. Es beginnt die Blütezeit der Saurier. Daneben treten erste Vogelarten in Erscheinung. Die Flora zeigt sich durch Koniferen, Dikotyledonen (Zweikeimblättrige) und Laubhölzer deutlich abwechslungsreicher.

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