Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg
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Aufschluss im Schlossgraben der Heidelberger Schlossruine
Aufschluss im Schlossgraben der Heidelberger Schlossruine
(© LGRB, LUBW, Autor: T. Huth)
Geologisch bedeutender Aufschluss im ehemaligen Schutzgraben bzw. Wassergraben des Heidelberger Schlosses.

In der Wand des Schlossgrabens sind von unten nach oben erschlossen:

Der "Heidelberger Granit", ein mittelkörniger Granit mit porphyrischer Struktur. Er repräsentiert das paläozoische Grundgebirge. Danach folgt eine deutliche, von links nach rechts einfallende Kerbe, die die ganze Wand durchschneidet. Sie markiert eine Schichtlücke, in der die höheren Teile des Granits der Erosion zum Opfer gefallen sind. Dadurch stellt die Granitoberfläche gleichzeitig auch die damalige Landoberfläche dar, die anschließend von den Sandströmen des Rotliegenden überschüttet wurde.
Schließlich folgen dicke, mit dem Granit gleichsinnig einfallende Bänke eines dunkelroten Arkosesandsteins des Oberrotliegenden mit Feldspat und Rhyolith-Bruchstücken, die das permische Deckgebirge bilden.


Literatur: RÜGER, L. (1928); SCHWEIZER, V. (1992); SCHWEIZER, V. & KRAATZ, R. (1982); THÜRACH, H. (1918/84)

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