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Steinbrüche im Rotliegenden
Ehemaliger Steinbruch am Ölberg bei Schriesheim
(Element 1 von 8: Bild)
Bild: Quarzporhyr Schriesheim (Rhein-Neckar-Kreis)
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Rotliegendes: Nutzung

 

Nutzung

 
Bild: Skulptur aus Quarzporphyr
Skulptur aus Quarzporphyr
(© M. Linnenbach, Autor: Linnenbach)

''Steinwesen'' - eine skulpturale Arbeit aus Quarzporphyr von Knut Hüneke .

 

 
Bild: Gleisschotter, Quarzporphyr
Zerkleinerte Quarzporphyrbrocken, idealer Gleisschotter
(© privat, Autor: M. Linnenbach)

Der widerstandsfähige Quarzporphyr eignet sich bestens als Unterlage für Gleise und Strassen.

Quarzporphyr findet aufgrund seiner Härte und seiner chemischen Widerstandsfähigkeit vielfach Verwendung im Straßen- und Wegebau (z.B. als Schotter- und Pflasterstein). In speziellen Schotterwerken werden die Porphyrsteine zerkleinert. Die gröberen Anteile werden als Gleisschotter, die mittelgroßen Steine für Straßen und die Feineren für Fußwege verwendet. Auch im Wohnbereich findet Quarzporphyr vielfache Verwendung z.B. für den Treppenbau oder als Küchenarbeitsplatte. Porphyr war bereits zur Zeit der Römischen Reichs als Bau- und Werkstein sehr beliebt. Selbst für die Herstellung von Skulpturen und Bildnisse findet das Gestein inzwischen Verwendung.

Die homogen hellrosa bis hellbläulich gefärbten Varietäten des Quarzporphyrs sind aufgrund ihrer hohen Belastbarkeit am meisten gefragt. Weniger geschätzt sind sphärolithische (= kugelige Einsprenglinge) und lithophysenreiche (= mineralgefüllte Gesteinshohlräume) innerhalb der Felsblöcke.

Quarzporphyr erzeugt einen mäßig nährstoffreichen, kalkarmen Boden (Regosol), der sich in sonnenexponierten Lagen rasch und nachhaltig erwärmt. Insbesondere an den Hanglagen und Rebgärten von Dossenheim und Schriesheim (Rhein-Neckar-Kreis) wachsen auf diesem Boden zahlreiche Obstsorten und gute Weine.