Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg
Umweltinformationssystem BW
Niedermoore Oberrhein-Tiefland
Karte
Wählen Sie aus:
Suche
Suche in …
Niedermoore der Oberrheinebene
Hockenheimer Rheinniederung, Silzwiesen (Rhein-Neckar-Kreis)
(Element 1 von 29: Bild)
Bild: Hockenheimer Rheinbogen
Erstes Element Vorheriges Element Bild vergrößern Nächstes Element Letztes Element

Im Süden, an der Gemarkungsgrenze zu Altlußheim, finden sich ausgedehnte Pfeifengraswiesen auf Niedermoorböden, die sog. Silzwiesen. Als Teilflächen des Hockenheimer Rheinbogens zählen sie zum Schutzgebiet "Silz".

Niedermoore Oberrhein-Tiefland:
Weitere Informationen
 

Niedermoore Oberrhein-Tiefland: Landschaftsbeschreibung

 

Ein Grabenbruch, seine Randsenken und die vielen Wege des Rheins

Bild: Rheingraben
Nördliches Oberrhein-Tiefland
(© LUBW, Autor: Linnenbach)

Blick vom Turmberg auf die Nördliche Oberrheinebene. Man erkennt die Grabenrandlinie bei Karlsruhe / Grötzingen sowie die Karlsruher Hardt.

Das Oberrhein-Tiefland erstreckt sich auf 300 km Länge vom Jura südlich von Basel bis zum Rheinischen Schiefergebirge nordwestlich von Frankfurt in einer Breite von ca. 40 km. Die Oberfläche senkt sich von 280 m ü. NN im Süden auf 90 m ü. NN an der hessischen Grenze.

Während der Würmeiszeit lagerte der Rhein in der gesamten Breite der Ebene Sand und Kies ab. Nachdem die Gletscher den Bodensee freigegeben hatten, wirkte dieser als Sedimentfalle, der Rhein begann sich einzuschneiden. Daraus resultiert die heutige Zweiteilung der Ebene: In der Mitte die Rheinniederung (Rheinaue), beiderseits davon die Niederterrassen (Hochgestade). Die Grenze wird auf weite Strecken durch einen 8-10 m hohen Steilrand sehr scharf markiert. Innerhalb der Rheinniederung bildeten sich aufgrund des unterschiedlichen Gefälles Zonen mit verschiedenen Flußsystemen. Durch ständige Laufveränderung, Verschwinden und Neuentstehung von Armen existierten viele Kiesbänke und Inseln.

In der Mitte des Rheingrabens floss der Hauptstrom des Rheins in einem geschlossenen Profil. In weit ausholenden Schlingen wechselte er in der 10-12 km breiten Rheinniederung von einer Seite zur andern. Die Niederterrasse wurde durch die Rheinschlingen seitlich angenagt, es entstanden unterschiedlich große Buchten. Nach Abschnürung einer Flußschlinge (Mäander) blieben Altarme zurück, die die Grundlage für Verlandung und Vermoorung bildeten. Klimabedingt gibt es in der Oberrheinebene nur Niedermoore.