Zu Beginn der 1970er Jahre waren Umweltprobleme mit den Sinnen wahrnehmbar – man konnte auf unseren Flüssen Schaumberge sehen, Fischsterben waren an der Tagesordnung und Abgase aus rauchenden Schloten reizten unsere Nasen.
Die heutigen Umweltprobleme sind dagegen kaum mehr wahrnehmbar, sie sind meist überregional und entstehen unbemerkt. Dieser neuen Herausforderung stellt sich die Umweltbeobachtung. Es reicht nicht mehr aus, die Umweltmedien Boden, Wasser und Luft und die belebte Umwelt mit den klassischen Instrumenten zu beobachten. Es muss ein neuer Ansatz dazu kommen, der alle Umweltmedien in einer Gesamtschau unter die Lupe der Umweltbeobachtung nimmt. Ziel ist, den Zustand und die Veränderungen der Umwelt als Gesamtheit zu beschreiben, um damit ihre Funktions- und Belastungsfähigkeit abzuschätzen.
In einem ersten Schritt hat sich die Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz im Rahmen der medienübergreifenden Umweltbeobachtung drei Arbeitsschwerpunkte in ihre Agenda geschrieben: Die Wirkungen von Klimaveränderungen, von chemischen Stoffen sowie von neuen Technologien auf die Umwelt.