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Nördliches Oberrhein-Tiefland
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Böden im Oberrheinischen Tiefland
Auengley-Auenbraunerde aus holozänen Sedimenten des Rheins
(Element 1 von 14: Bild)
Bild: Auengley-Auenbraunerde, Bodenprofil
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Das Ausgangsmaterial für die Bodenbildung sind holozäne Rheinsedimente, die früher in der regelmäßig überschwemmten Rheinniederung zur Ablagerung kamen (subrezente Rheinaue). Im vorliegenden Profil wird eine mächtige Sandschicht von ca. 30 cm Auenlehm noch überlagert. Seit der Abkopplung von den Überflutungen des Rheins sind Entkalkung und Verbraunung als wichtigste Prozesse im Oberboden zu nennen.

Verbreitung

In der Nördlichen Oberrheinebene im Bereich ehemaliger Flussauen.

Vergesellschaftung

Vergesellschaftet mit Auengley, Nassgley, Anmoorgley, Moorgley und Niedermoor (in tieferen Lagen) sowie mit Braunem Auenboden und Auenbraunerde (in höheren Bereichen).

Nördliches Oberrhein-Tiefland:
Weitere Informationen
 

Nördliches Oberrhein-Tiefland: Böden

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Die Böden - meist von Feuchtigkeit geprägt

Im Oberrheinischen Tiefland werden drei Landschaftsräume unterschieden:

  • Vorhügelland
  • Niederterrassen
  • Auen und Moore

In den Niederterrasse befindet sich die Bodenlandschaft der Auen und Niedermoore. Mit der Tulla´schen Rheinkorrektion (1817 - 1880) wurden zahlreiche Seitenarme des Rheins trockengelegt und die Auwälder vielerorts abgeholzt. Damit überwiegen in der heutigen Rheinaue keine Moorböden mehr, sondern lehmig-schluffige Böden,die sich auf Grund fehlender Überflutungen zu terrestrischen Bodenformen weiterentwickeln (z.B. Auengley-Auenbraunerde aus holozänen Sedimenten des Rheins). Stellenweise sind auch Auengleye, seltener auch Nassgleye und Anmoorgleye verbreitet. Im Vorhügelland sind Parabraunerden und vor allem Pararendzinen aus Löss am weitesten verbreitet.

Die meist feuchten Niederungen entlang der Rheinseitenzuflüsse (Neckar, Leimbach, Hardtbach, Kraichbach, Pfinz) weisen Auen- und Gleyböden mit eigenem Charakter auf; sie konnten sich jedoch nur dort erhalten, wo die künstliche Grundwasserentnahme keine Absenkung des Grundwasserspiegels nach sich zog. Ausnahmen bilden die Binnendünen und das Hochgestade, zwei Geländeformen, die trotz ihrer relativ geringen Größe landschaftsprägend in Erscheinung treten.

Bild: Bodenkarte Oberrheinebene
Bodenkarte Oberrheinebene
(© LUBW, RP KA, Autor: RP KA)
Die Bodenkarte zeigt die Vielfalt der Böden im Oberrheinischen Tiefland.
In den Niederungen findet sich die Bodenlandschaft der Auen und Moore.Die Niederterasse wird größtenteils von pleistozänen Kiesen und Sanden aufgebaut.Im Vorhügelland sind Parabraunerden und vor allem Pararendzinen aus Löß am weitesten verbreitet.

Übersicht:

1 Die Böden - meist von Feuchtigkeit geprägt