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Nördliches Oberrheinisches Tiefland
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Böden des Nördlichen Oberrheinischen Tieflands
Erodierte Parabraunerde aus schluffigem Flugsand
(Element 1 von 8: Bild)
Bild: Erodierte Parabraunerde_6517.1
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Waldboden auf Flugsanddüne am Rande des Neckarschwemmfächers. Durch einen lokal höheren Schluffanteil im Sand fand hier während der Bodenentwicklung eine Tonverlagerung statt. Bei starker Erosion entstand Pararendzina. Das abgeschwemmte Oberbodenmaterial bildet in den Senken Kolluvien. Eng verzahnt mit dieser Bodengesellschaft sind Parabraunerden aus Hochflutsedimenten.

Nördliches Oberrheinisches Tiefland:
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Nördliches Oberrheinisches Tiefland: Verbreitung der Böden

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Kinzig-Murg-Rinne, Böden

Bild: Pseudovergleyter Brauner Auenboden_6916.2
Pseudovergleyter Brauner Auenboden aus Auenlehm der Wiesenwässerung
(© Autor: LGRB)

Semiterrestrischer Grünlandboden liegt auf Wiesenwässerungsflächen nördlich von Karlsruhe. Überschwemmungs-, Stau- und Grundwasser haben eine sehr komplexe Bodenform geschaffen. Der künstlich aufgetragene tonig-schluffige Auenboden liegt über Gley-Pseudogley und Gley, der sich aus pleistozänen Ablagerungen gebildet haben. Diese sandig-lehmigen Sedimente bilden in leicht erhöhten Bereichen außerhalb der Bewässerungsflächen Braunerde und Parabraunerde. Die Wiesenwässerung wurde aufgegeben, doch wird die Fläche bei Hochwasser als Überflutungsfläche genutzt.

Kinzig-Murg-Rinne - Garantiert nasse Füße

Zahlreiche Flüsse und Bäche der Nördlichen Oberrheinebene durchschneiden die Niederterrassenplatten, nachdem sie streckenweise die Kinzig-Murg-Rinne durchflossen haben. Sie sedimentieren Material, das sich je nach Herkunft in Bodenart und Kalkgehalt unterscheidet.

Im Gegensatz zu den oft wenig verwitterten Rheinsedimenten wird von den Zuflüssen meist Bodensubstrat abgelagert. Brauner-Auenboden und Auengley-Brauner Auenboden herrschen hier vor. In den tiefergelegenen Bereichen der Rinnen können auch Auengley und Brauner Auenboden-Auengley auftreten. In den ganz nassen  Lagen entstand Niedermoorboden begleitet von Anmoorgley und Gley über Niedermoor aufwachsen. Den Untergrund bilden stellenweise tonige Stillwassersedimente.