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Nördliches Oberrheinisches Tiefland
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Bodenlandschaft Nördliches Oberrheinisches Tiefland
Blick über Schriesheim (Rhein-Neckar-Kreis)
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Bild: Blick über Schriesheim
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Blick vom Kuhberg auf Schriesheim an der Bergstraße. Am rechten Bildrand sind Teile der Strahlenburgruine erkennbar.

 

Nördliches Oberrheinisches Tiefland:
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Nördliches Oberrheinisches Tiefland: Geologie

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Rhein und dessen Zuflüsse

Der Rhein und dessen Zuflüsse - Meister der Wandlungsfähigkeit

Im Quartär brachten der Rhein und seine seitlichen Zuflüsse Sedimente, die im Wechsel der Kalt- und Warmzeiten mächtige Kieslager mit feinsandig-schluffigen Einlagerungen gebildet haben. Während der letzten Eiszeit wurde die würmzeitliche Niederterrasse aufgeschottert, in die sich im danach folgenden Holozän der Rhein und seine Zuflüsse eintieften. Dadurch bildete sich enlang des Rheins eine bis 12 Meter hohe markante Geländestufe, das Hochgestade. Mit dem Rückgang der Wasserführung änderte sich das Gerinnebettmuster des Rheins vom stark verzweigten Furkationstyp wie zwischen Basel und Rastatt, zum Mäandertyp im Nördlichen Oberrheinischen Tiefland. In den weiten Schlingen transportierte der Strom, von seiner Schotterlast befreit, nun überwiegend Lehme und Sande talwärts. Entlang der Mäanderschleifen bildeten sich je nach Strömungsbedingungen steilere Prall- und flachere Gleithänge aus. Durch wiederholte Verlagerung des Flusslaufs entstand ein Mändersystem unterschiedlich alter Schlingen. Einzelne Schlingen wurden vom Hauptstrom abgeschnitten. Die einsetzende Verlandung begann mit der Sedimentation von tonigen Substraten und das Aufwachsen von Niedermooren. Viele dieser natürlich verlandeten Altwasserarme sind noch erhalten. Mit der Rheinkorrektion im 19. Jahrhundert nahm über die natürlichen Veränderungen hinaus der Mensch starken Einfluss auf das Abflussregime des Rheins. Diese Entwicklung soll durch die Maßnahmen des Integrierten Rheinprogramms teilweise wieder rückgängig gemacht werden, indem verlorengegangene Überschwemmungs-gebiete wieder geflutet werden können.