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Nördliches Oberrheinisches Tiefland
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Böden des Nördlichen Oberrheinischen Tieflands
Erodierte Parabraunerde aus schluffigem Flugsand
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Bild: Erodierte Parabraunerde_6517.1
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Waldboden auf Flugsanddüne am Rande des Neckarschwemmfächers. Durch einen lokal höheren Schluffanteil im Sand fand hier während der Bodenentwicklung eine Tonverlagerung statt. Bei starker Erosion entstand Pararendzina. Das abgeschwemmte Oberbodenmaterial bildet in den Senken Kolluvien. Eng verzahnt mit dieser Bodengesellschaft sind Parabraunerden aus Hochflutsedimenten.

Nördliches Oberrheinisches Tiefland:
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Nördliches Oberrheinisches Tiefland: Verbreitung der Böden

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Verbreitung der Böden

Verbreitung der Böden im Nördlichen Oberrheinischen Tiefland

Ausgangsgestein, Grundwasserverhältnisse und Relief bestimmen das Vorkommen und die Verteilung der Böden im Nördlichen Oberrheinischen Tiefland. Auenböden aus lehmigen und schluffigen Sedimenten dominieren in den Niederungen des Rheins und in den Auen seiner Zuflüsse. In der Kinzig-Murg-Rinne und in stromfernen Bereichen der Rheinaue konnten sich Niedermoore bilden und halten. Auf den sandig-kiesigen Schotterflächen der Niederterrasse ging die Entwicklung nur zu einer Braunerde. In dem sauren und tonarmen Substrat fand kaum Tonverlagerung statt. Braunerden bildeten sich auch auf den Flugsandfeldern und Dünen südlich von Mannheim. Anders auf den Niederterrassenflächen mit Hochflutlehm und dem Neckarschwemmfächer, hier war im Laufe der terrestrischen Bodenentwicklung Tonverlagerung möglich. Es bildeten sich tiefentwickelte Parabraunerden, die bei Verdichtung des Unterbodens zur Staunässe neigen. Das Vorhügelland ist größtenteils lössbedeckt. Die Entwicklung der Böden ist wesentlich vom Relief und der Nutzung beeinflusst worden. Wo der Boden durch menschlichen Einfluss vollständig erodiert ist, entstanden Pararendzinen. Das erodierte Bodenmaterial bildet in den Mulden und am Hangfuss tiefe Kolluvien. Nur auf wenigen ebenen Flächen blieb der ursprüngliche Boden, die Parabraunerde aus Löss, erhalten.