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Nördliches Oberrheinisches Tiefland
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Bodenlandschaft Nördliches Oberrheinisches Tiefland
Blick über Schriesheim (Rhein-Neckar-Kreis)
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Bild: Blick über Schriesheim
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Blick vom Kuhberg auf Schriesheim an der Bergstraße. Am rechten Bildrand sind Teile der Strahlenburgruine erkennbar.

 

Nördliches Oberrheinisches Tiefland:
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Nördliches Oberrheinisches Tiefland: Geologie

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Geologie

Bild: Geologie des Nördlichen Oberrheinischen Tieflands
Geologie des Nördlichen Oberrheinischen Tieflands

Geologische Übersichtskarte des Nördlichen Oberrheinischen Tieflands zwischen Baden-Baden und Worms.

Geologischer Aufbau des Nördlichen Oberrheinischen Tieflands

Maßgebend für die bodenbildenden Faktoren Relief und Ausgangsgestein ist im gesamten Oberrheinischen Tiefland der tektonische Grabenbruch. Die Einsenkung des Oberrheingrabens begann vor ca. 40 Mio Jahren zunächst mit einer flachen Aufwölbung der Erdkruste. Das Absinken fing im südlichen Bereich an und setzte sich nach Norden fort. In der Folge zerbrach die Grabenscholle in viele Bruchstücke, während die Grabenschultern Schwarzwald und Vogesen herausgehoben wurden. In den einzelnen Bereichen und Zeiträumen verlief das Einsinken sehr unterschiedlich und dauert bis heute an. Spürbar werden die tektonischen Bewegungen durch häufige, kleinere Erdbeben.

Das tief eingesunkene Bruchschollenmosaik wird durch marine, limnische und fluviatile Sedimente des Tertiärs überdeckt. Darauf wurden im Pleistozän mehrere Hundert Meter mächtige Kies- und Sandschichten aus den Alpen, den Vogesen und dem Schwarzwald abgelagert. Die Schotter der letzten Eiszeit, der Würmvereisung, bildeten die Niederterrasse und auch den Neckarschwemmfächer. Die äolischen Sedimente Löss und Flugsand beendeten die eiszeitlichen Ablagerungen auf der Niederterrasse. Die jüngsten, holozänen Sedimente wurden vom Rhein und dessen Zuflüsse in den Talauen abgelagert. Großflächige Bereiche mit Auensedimenten finden sich in der Kinzig-Murg-Rinne, einer tektonischen Randsenke am östlichen Rand der Ebene. In ihr sammeln sich die Rheinzuflüsse, bevor sie auf ihrem Weg zum Rhein die Niederterrasse durchqueren. Die Vorbergzone ist aus mesozoischen und tertiären Gesteinen aufgebaute und überwiegend von einer mehrere Meter mächtigen Lössschicht bedeckt.

Die Geologische Übersichtskarte und die schematischen Schnitte zeigen die Verteilung der Sedimente und Gesteine im Bereich der Oberrheinebene und den anschließenden Randgebirgen zwischen Baden-Baden und Worms. Die geologischen Verhältnisse der Rheinaue, der Niederterrasse, dem Neckarschwemmfächer, der Kinzig-Murg-Rinne und dem Vorhügelland werden auf den folgenden Seiten ausführlicher erläutert.