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Nördliches Oberrheinisches Tiefland
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Bodenlandschaft Nördliches Oberrheinisches Tiefland
Blick über Schriesheim (Rhein-Neckar-Kreis)
(Element 1 von 30: Bild)
Bild: Blick über Schriesheim
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Blick vom Kuhberg auf Schriesheim an der Bergstraße. Am rechten Bildrand sind Teile der Strahlenburgruine erkennbar.

 

Nördliches Oberrheinisches Tiefland:
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Nördliches Oberrheinisches Tiefland

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Ausschnitt aus Bodenkarte 1 : 200 000 im Raum Waghäusel

Bild: BÜK200 Waghäusel
Ausschnitt aus Bodenübersichtskarte BÜK 1:200 000 Raum Waghäusel
(© LGRB)

Ein typischer Querschnitt der Bodengesellschaften von den Rheinauen bis zu den Vorbergen

Der Kartenausschnitt zeigt die Abfolge der Bodengesellschaften von der Rheinaue über die Niederterrasse, Kinzig-Murg-Rinne zur Langenbrückener Senke im Gebiet von Philippsburg, Walldorf und Bad Schönborn. Auen sind mit hell- und dunkelblauen Farben gekennzeichnet. Violett und Grün sind den stark grundwasserbeeinflussten Böden bzw. Niedermooren vorbehalten. Braune Farben kennzeichnen terrestrische Böden und Kolluvien, die nicht von Grundwasser beeinflusst sind.

Im nordwestlichen Teil des Blattes sind entlang des heutigen Rheinlaufs die alten Schlingen deutlich erkennbar. Sie bilden teils offene Stillgewässer. Vorherrschend am Rand des Hochgestades sind sie bereits verlandet mit Anmoorgley, Nassgley (Kartiereinheit 152) und zwischen Graben-Neudorf und Philippsburg Niedermoor (153) als Böden. Aus den jüngsten, schluffig-lehmigen Auensedimenten des Rheins entstanden kalkhaltiger Brauner Auenboden und in grundwassernähe auch Auengley-Brauner Auenboden (145, 148). Östlich des Hochgestades beginnt die Niederterrasse mit Braunerde und Bänderbraunerde aus sandig-lehmigem Niederterrassenschotter (136), der von sandreichen Hochflutsedimenten überlagert sein kann (137). Bei Hambrücken sind diese Sedimente grundwassernah und bilden Braunerde-Gley und Gley (141). Aus den lehmige Hochflutsedimente über Niederterrasse bildeten sich Parabraunerden (139). Im Raum Hockenheim, Walldorf und Kronau wurde Flugsand abgelagert, der bis 20 Meter mächtige Dünen bildete. Podsolige Bänderbraunerde, Parabraunerde und Kolluvium sind hier vergesellschaftet (138). Stark aufgefingert durchfließen die Rheinzuflüsse Saalbach, Kraichbach und Katzbach die Niederterrasse. Auengley und Brauner Auenboden-Auengley aus schluffig-lehmigen Auensedimenten (150) säumen die Fließgewässer. Der Katzbach bringt aus den Lössgebieten des Kraichgaus kalkhaltige, lehmig-schluffige Sedimente und bildet bei seinem Eintritt in die Niederterrasse einen Schwemmfächer mit kalkhaltigem Brauner Auenboden und Auengley-Brauner Auenboden (147). Kraichbach und Katzbach sammeln sich vor ihrer Durchquereung der Niederterrasse in der Kinzig-Murg-Rinne, die hier sehr schmal ist und nur ein kleines Anmoor bei Mingolsheim besitzt. Das Vorhügelland besteht im Ausschnitt nördlich von Bad Schönborn aus tertiären Tongesteinen und östlich von Sandstein des Braunen und Tonstein des Schwarzen Juras. Die tertiären Gesteine sind von Flugsandfeldern überdeckt und nur auf einzelnen Hügeln wird der Tonstein bodenbildend. Parabraunerde aus sandigem Lehm, daneben Pararendzina und Braunerde-Pelosol (130) kommen hier vor. Die Juragesteine der Langenbrückener Senke sind überwiegend von Lösslehm bedeckt. Bei Stauwassereinfluss bildete sich Pseudogley-Parabraunerde, die mit Pelosol-Parabraunerde und Parabraunerde vergesellschaftet ist.

Übersicht:

2 Ausschnitt aus Bodenkarte 1 : 200 000 im Raum Waghäusel