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Nördliches Oberrheinisches Tiefland
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Bodenlandschaft Nördliches Oberrheinisches Tiefland
Blick über Schriesheim (Rhein-Neckar-Kreis)
(Element 1 von 30: Bild)
Bild: Blick über Schriesheim
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Blick vom Kuhberg auf Schriesheim an der Bergstraße. Am rechten Bildrand sind Teile der Strahlenburgruine erkennbar.

 

Nördliches Oberrheinisches Tiefland:
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Nördliches Oberrheinisches Tiefland

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Nördliches Oberrheinisches Tiefland

Hoch produktiv und landschaftlich wertvoll

Das Nördliche Oberrheinische Tiefland erstreckt sich in Baden-Württemberg von Baden-Baden bis an die Landesgrenze auf der Höhe von Heppenheim an der Bergstraße. Mit Karlsruhe, Mannheim und Heidelberg hat die Region eine führende Rolle in Forschung, Industrie und Kultur in Baden-Württemberg.

Geologisch kann zwischen Vorhügelland, Niederterrasse, Kinzig-Murg-Rinne, Neckarschwemmfächer und Rheinaue unterschieden werden.

Die flussabwärts letzte Schleuse in Iffezheim zeigt das nunmehr niedrigere Gefälle des Rheins an. In großen Schlingen durchfließt er eine breite Auenlandschaft, die an ihrem Rand durch das bis 12 m hohe Hochgestade der Niederterrasse begrenzt wird. Viele der nach der Rheinkorrektion von Tulla verlandeten Altwasserarme sind noch erhalten. Doch sind die natürlichen Prozesse der Auenbildung beendet. Der Rhein ist überwiegend kanalisiert und hat zu seinen ehemaligen Auen keine Verbindung mehr.

Der nördliche Teil der Niederterrasse wird aus sandig-kiesigen Schotterflächen gebildet und ist dicht besiedelt. Nur auf dem Neckarschwemmfächer zwischen Heidelberg und Mannheim findet sich großflächig Ackerland. Fruchtbare Böden, gutes Wuchsklima und die Nähe der Städte begünstigen den Anbau von Feldgemüse und Gartenbau. Der südliche Teil der Niederterrasse, die Hardt, ist bewaldet und weniger besiedelt. Intensive Landwirtschaft ist hier aufgrund der durchlässigen und nährstoffarmen Flugsandböden und Dünen nicht möglich.

Vom Hügelland kommend durchqueren Kraichbach, Pfinz und Leimbach die Niederterrasse, nachdem sie die feuchte Randsenke der Kinzig-Murg-Rinne verlassen haben. Sie bilden mit ihren Auen für den Naturschutz wertvolle Lebensräume.

In der feuchten Senke der Kinzig-Murg-Rinne werden die Fließgewässer aus dem Hügel- und Bergland gesammelt. Zwischen Mannheim und Karlsruhe bildeten sich ausgedehnte Moorflächen, die heute zum großen Teil entwässert und überdeckt sind. Noch weitgehend intakte Feuchtflächen sind das Weingartener Moor und der Federbachbruch.

Eine schmale Zone mit lössbedeckten Vorhügeln südlich von Karlsruhe und an der Bergstraße bei Heidelberg bildet den östlichen Abschluss des Tieflands. Im Bereich des Kraichgaus ist kein Vorhügelland ausgebildet.

Kies und Sand sowie die großen Grundwasservorkommen sind die wichtigsten Ressourcen des Tieflands.

Bild: Blick von Schwetzingen nach Heidelberg (Luftbild)
Blick von Schwetzingen nach Heidelberg
(© LUBW, UVM, Autor: Landesbildstelle)
Blick von Schwetzingen nach Heidelberg. Im Vordergrund ist der Schwetzinger Schlossgarten erkennbar.

Übersicht:

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