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Moore

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Moorkataster Baden-Württemberg

Bild: Moorkarte Ebersbacher Moor
Moorkarte Ebersbacher Moor (Kreis Saulgau u. Ravensburg)
(© LUBW)

In Baden-Württemberg wird das Vorkommen von Mooren im Moorkataster der LUBW dokumentiert. Die Moorkartierung in Oberschwaben wurde Anfang des letzten Jahrhunderts begonnen. Zielsetzung der Kartierung waren wirtschaftliche Interessen am Rohstoff Torf. Demgegenüber werden die Kartierungen heute für Zwecke des Natur-, Boden- und Klimaschutzes fortgeführt.

In Baden-Württemberg wird das Vorkommen von Mooren im Moorkataster der LUBW dokumentiert. Die landesweite Moorkartierung  wurde Anfang des letzten Jahrhunderts in Oberschwaben begonnen. Damalige Zielsetzung der Kartierung waren rein wirtschaftliche Interessen am Rohstoff Torf. Demgegenüber werden die Kartierungen der LUBW heute für Zwecke des Natur-, Boden- und Klimaschutzes fortgeführt.

Das Moorkataster, wie es heute dokumentiert ist, geht in Oberschwaben, im Jung- und Altmoränenhügelland sowie im Bereich der Iller-Riß-Platten, im Tertiärhügelland und Adelegg einschließlich dem württembergischen Donauried sowie Teilen der Baar auf die Erfassungen von Kh. Göttlich bis 1978 zurück. Im Hochrhein- und Oberrheingebiet erfolgte die Kartierung von Ende der 1980er-Jahre bis Mitte der 1990er-Jahre. Der Schwarzwald wird seit Ende der 1990er-Jahre aufgenommen. Die Kartierung wurde in den Gebieten Baden-Württembergs in denen Moore häufig vorkommen 2012 abgeschlossen. Das Moorkataster enthält heute 38.000 ha Moorfläche aus über 1.700 Mooren bzw. Moorgruppen.

Kartiert werden die Flächen, die Torfinhalte und die Tiefen von Mooren, überdeckten Mooren und teilweise Anmooren. Bohrprofile erfassen die Schichtenfolge von der Oberfläche bis zum mineralischen Untergrund. Die Schichten werden ausgewiesen nach Lagerungsdichte, Zersetzungsgrad, Mächtigkeit und Torfzusammensetzung oder Art der Mudden. Insgesamt liegen 27.000 Bohrprofile aus Mooren in Baden-Württemberg vor. Alle Bohrprofile wurden nach Lage und ihrer Höhe über NN vermessen.