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Kanadische Goldrute (1/11)
Kanadische Goldrute
Kanadische Goldrute (Solidago canadensis)
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Bild: Kanadische Goldrute
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Die Kanadische Goldrute (Solidago canadensis) stammt ursprünglich aus Nordamerika und trat erstmals im 19. Jahrhundert als Neophyt in Europa auf. Damals wurde sie als Zierpflanze und Bienenweide kultiviert. Inzwischen ist die wuchskräftige Pflanze bei uns weit verbreitet. Blütezeit ist von August bis Oktober.

Kanadische Goldrute (Solidago canadensis)

Die Kanadische Goldrute (Solidago canadensis) wird als invasiver Neophyt eingeordnet, da die wuchskräftige Zierpflanze seit ihrer Einfuhr im 19. Jh. und anschließender Verwilderung große ökologische Auswirkungen hat. Sie breitet sich bevorzugt auf Trockenrasen- und Brachflächen, etwa entlang von Bahndämmen, stark aus. Vielerorts dringt der Neophyt auch in Schutzgebiete ein und unterdrückt dort  Wachstum und Vermehrung schwächerer, einheimischer Pflanzenarten.

Die Ausbreitung der Pflanzen erfolgt überwiegend durch Samenflug. Goldruten können bis zu 19.000 Samen pro Stängel produzieren. In Europa hat die Kanadische Goldrute bislang keine natürlichen Feinde, während sich in ihrer Heimat Nordamerika etwa 290 Fraßinsektenarten von der Pflanze ernähren.

Das Verdrängungspotential der Kanadischen Goldrute äußert sich auch durch unterirdische Ausläufer, die dann große Flächen mit dichten Beständen bilden.

 

Vielfalt der Arten

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Landesweites Konzept der Wiedervernetzung

Bild: Amphibientunnel, Leiteinrichtung
Amphibientunnel
(© LUBW, Autor: M. Linnenbach)

Insbesondere in milden Frühjahrsnächten werden nach wie vor sehr viele Amphibien beim Überqueren von Verkehrswegen verletzt oder getötet. Dadurch können auch erhebliche Verkehrssicherheitsprobleme für die Verkehrsteilnehmer entstehen. Zur Lösung dieser Problematik wurden in den letzten Jahren verschiedene Schutzmaßnahmen eingeleitet:

  • Verkehrsrechtliche Anordnungen (Hinweisschilder, Strassensperrungen)
  • Umsetzungsaktionen (saisonale Fangzäune, Fangeimer)
  • Dauereinrichtungen (Leitsysteme, Durchlässe und Ersatzlaichgewässer)
  • Es hat sich gezeigt, dass selbst auf wenig befahrenen Straßen zahlreiche Lurche umkommen können. Die Ursache ist, dass wandernde Erdkröten, Feuersalamander und Molche nach Blendung durch die Scheinwerfer der Fahrzeuge minutenlang auf einer Stelle verharren. Im Normalfall benötigen die o.g. Tiere zum Überqueren einer 10 m breiten Straße - auch ungestört - etwa 10 Minuten.

     

    Das Land Baden-Württemberg strebt eine Vorreiterrolle bei der Weiterentwicklung einer „grünen Infrastruktur“ an. Durch Wiedervernetzung von Lebensräumen und durch Wildwanderkorridore an bestehenden Straßen sollen hochwertige Lebensräume miteinander verknüpft werden.

     Für Amphibien gilt dasselbe wie für Luchs oder Wildkatze: Wenn sie nicht zwischen ihren Lebensräumen wandern können, ist auch das Überleben als Art bedroht. Zwischen Weil der Stadt und Schafhausen (Kreis Böblingen) besteht im Bereich des Maisenbachweihers eine große Amphibienpopulation, die sich aus über 2.000 wandernden Erdkröten, Grasfröschen und Bergmolchen zusammensetzt. Die Landesstraße 1182 trennt den Maisenbachweiher als Laichgewässer von den Winter- und Sommerquartieren auf der anderen Straßenseite. Über viele Jahre wurde die dortige Amphibienwanderung von ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern organisiert und betreut, bis im Jahr 2009 eine dauerhafte Amphibienschutzanlage gebaut wurde. Die drei Amphibientunnel werden nun auf sechs Tunnel inklusive einer Leiteinrichtung mit einer Länge von rund 425 Meter zur Führung der Tiere auf die Tunnel hin erweitert.

    Landesweites Konzept der Wiedervernetzung

    Die geplanten Maßnahmen sind eingebettet in ein landesweites Konzept Wiedervernetzung. „Mit diesem Projekt streben wir an, die Trennwirkung bestehender Straßen zu verringern. Zunächst werden die wichtigsten und dringendsten Wiedervernetzungsabschnitte identifiziert“, erläuterte Staatssekretärin Splett beim Besuch der Baustelle. Der Bau hat bereits begonnen und dauert voraussichtlich bis Anfang Dezember. Das Geld dafür wird vom Ministerium für Verkehr und Infrastruktur bereitgestellt. Die Kosten belaufen sich auf ca. 170.000 Euro.

    Quelle: Ministerium für Verkehr und Infrastruktur