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Bedrohte Pflanzenarten (1/11)
Bedrohte Pflanzenarten Baden-Württembergs (Auswahl)
Rundblättriger Sonnentau (Drosera rotundifolia)
(Element 1 von 41: Bild)
Bild: Rundblättriger Sonnentau
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Der Rundblättrige Sonnentau (Drosera rotundifolia), auch Himmelstau genannt, ist neben dem Langblättrigen Sonnentau (D. anglica) und dem Mittleren Sonnentau (D. intermedia) der einzige einheimische Vertreter aus der Gattung Sonnentau (Drosera), einer Gattung fleischfressender Pflanzen. Sowohl der botanische (vom griechischen Drosos = Tau) wie der deutsche Name leiten sich vom tautropfenförmigen Aussehen des Drüsensekrets an der Spitze der Tentakeln ab.

Foto vom natürlichen Standort, hier: ein Hochmoor im Nordschwarzwald (Grindenschwarzwald), in der rechten Bildseite erkennt man ein gefangenes, von Drüsenhaaren eingehülltes Insekt. Die heimischen Bestände des Sonnentaus sind streng geschützt.

Rote Liste Baden-Württemberg: Kategorie 3 - Gefährdet.

Pflanze des Jahres 1992


Literaturhinweis

Breunig,T. & Demuth, S. (1999): Rote Liste der Farn- und Samenpflanzen Baden-Württembergs (Hrsg. LfU), 161 S.

Bedrohte heimische Farn- und Blütenpflanzen

Im Jahr 1973 war Baden-Württemberg das erste deutsche Bundesland, das eine Rote Liste der Farn- und Blütenpflanzen veröffentlichte. Diese erste, noch als vorläufig bezeichnete Fassung der Roten Liste hatte einen Umfang von 33 Seiten und erschien als Artikel im ersten Beiheft zu den „Veröffentlichungen für Naturschutz und Landschaftspflege in Baden-Württemberg".

Im Jahr 1983 erschien dann die zweite Fassung der Roten Liste, nun bereits als eigener Band 32 der Beihefte mit 157 Seiten und wesentlich mehr Informationen: Unter anderem enthielt sie separate Listen der gefährdeten Neophyten und der nicht gefährdeten, aber schonungsbedürftigen Arten, außerdem Anmerkungen zu einzelnen Arten sowie ausführliche Definitionen der Gefährdungskategorien.

Die 3. Fassung der Roten Liste von 1999 enthält weitere Neuerungen: Erstmals wurden zusätzlich Gefährdungseinstufungen für naturräumliche Regionen vorgenommen und es wurden alle in Baden-Württemberg etablierten Arten und Unterarten aufgelistet, auch die ungefährdeten.

 

 

Vielfalt der Arten

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Rotkehlchen sehen das Magnetfeld der Erde

Bild: Rotkehlchen
Rotkehlchen (Erithacus rubecula)
(© Autor: T. Dove)

Das Rotkehlchen (Erithacus rubecula) aus der Familie der Fliegenschnäpper. Es ernährt sich hauptsächlich von kleinen Insekten, kleinen Spinnen und Würmern. Im Winter nimmt es ergänzend auch Früchte und kleinere, dünnschalige Samen zu sich (sog. Weichfutter).

Rotkehlchen können die Ausrichtung des Magnetfeldes sehen. Das haben Oldenburger Forscher herausgefunden. Verantwortlich für die Wahrnehmung des Magnetfeldes, sei ein Teil des Sehzentrums im Hirn, teilte die Universität Oldenburg im Oktober 2009 mit. Unter der Leitung des Biologen Henrik Mouritsen hatte ein Team untersucht, wie Rotkehlchen sich auf ihrem Zug in südlich gelegene Lebensräume und wieder zurück am Magnetfeld orientieren.

Ein Teil des Vogelkompasses befindet sich demnach in einem Hirnteil namens Cluster N, der im Bereich der Augen liegt. Die Ergebnisse der Studie präsentiert das Team um Manuela Zapka und Mouritsen zusammen mit Martin Wild (Neuseeland) im Fachjournal «Nature» (Bd. 461, S. 1274). Die Forscher konnten den Kompass der Vögel ausschalten, indem sie den Cluster N deaktivierten. Die Fähigkeit, sich an der Sonne oder den Sternen zu orientieren, blieb dabei allerdings unbeeinträchtigt.

Andere Thesen zur Magnetfeld-Wahrnehmung wurden zumindest für das Rotkehlchen entkräftet. Magnetitkörnchen in der oberen Schnabelhaut spielten in den Oldenburger Versuchen dabei keine entscheidende Rolle. Nachdem die Nervenverbindung zwischen den Körnchen und dem Gehirn inaktiviert worden war, konnten die Vögel immer noch problemlos ihren magnetischen Kompass nutzen. - Magnetitkörnchen wurden 1997 erstmals in den Schnäbeln von Tauben entdeckt.

Quelle: © dpa 2009