Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg
Umweltinformationssystem BW
Baden-Württemberg
BW-Standardkarte
Wählen Sie aus:
Suche
Suche in …
Beispiele zum Thema
Nächstes Beispiel
Bodenentsiegelung und Belagsänderung (1/2)
Entsiegelung einer Verkehrsfläche in Esslingen-Zollberg
Verkehrsfläche vor der Entsiegelung
(Element 1 von 2: Bild)
Bild: Verkehrsfläche vor der Entsiegelung
Erstes Element Vorheriges Element Bild vergrößern Nächstes Element Letztes Element
Das Foto zeigt eine Verkehrsfläche um die Bushaltestelle und den Taxistand in Esslingen-Zollberg. Das Foto entstand im Jahr 2000, vor der Entsiegelungsmaßnahme. Die Verkehrsfläche war weitgehend durch Asphalt versiegelt. Zwischen Straße und Bushaltestelle bestand keine optische Trennung.

Bodenentsiegelung im Rahmen der Eingriffs-/Ausgleichregelung

Entsiegelungen und Belagsänderungen setzen die Zugriffsmöglichkeit auf die jeweilige Fläche voraus. Somit verfügen Kommunen primär über Handlungsmöglichkeiten auf öffentlichen Flächen. Hier werden Entsiegelungen regelmäßig z. B. in Zusammenhang mit Straßenumgestaltung oder Kanalarbeiten durchgeführt. Maßnahmen zur Bodenentsiegelung im Bestand können im Rahmen der Eingriffs-/ Ausgleichregelung (§ 21 BNatSchG und § 1a Abs.3 BauGB) in ein Öko-Konto und in ein entsprechendes Kataster eingebunden werden.

Das BNatSchG und das BauGB finden Sie beim DRS unter der jeweiligen Schlagwortsuche.

 
 

Minimierung der Versiegelung

 
Bild: Entsiegelter Parkplatz, Karlsruhe
Begrünter Parkplatz durch Rasengittersteine
(© Stadt Karlsruhe)

Das Bild zeigt eine Maßnahme zur Minimierung der Versiegelung der Bodenoberfläche. Neu angelegte Parkplätze können unter der Verwendung von Basengittersteinen die Neuversigelung reduzieren. Die meist bei Entsiegelungsmaßnahmen genutzten Rasengittersteine und Rasenfugensteine, weisen einen Grünflächenanteil von bis zu 40 % bei hoher Versickerungsleistung auf.

 
Bild: Großflächige Versiegelung
Bodenverlust durch Versiegelung
(© Umweltplan Baden-Württemberg, Autor: UVM)

Großflächige Versiegelung des Bodens im Bereich von Städten.

Die Minimierung der Versiegelung gehört zu den planerischen Anforderungen im Städtebau und wirkt sich auf Boden, Klima, Wasser und Luft sehr positiv aus.

Überlastungen der Kanalisationssysteme bei Niederschlagsereignissen und mögliche Einsparpotenziale bei Regenüberlaufbecken haben viele Gemeinden zu umfangreichen Initiativen veranlasst, die Neuversiegelung und deren Auswirkungen zu reduzieren. Dies führt meist auch zu einer Verbesserung der gestalterischen und räumlichen Qualität des Wohn- und Arbeitsumfeldes.

Entsiegelungsmaßnahmen auf bebauten Grundstücksflächen zeigen daher dieselben positiven Wirkungen, wie die generelle Vermeidung von Neuversiegelungen. Es liegt an uns, der Natur im Siedlungsraum Platz zu geben.

Unser Beitrag zum Bodenschutz
Steigerung der Effizienz in der Flächennutzung