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Boden liefert Rohstoffe
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Rohstoffquelle Boden
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Muschelkalk-Steinbruch bei Eberstadt (Neckar-Odenwald-Kreis)
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Bild: Steinbruch Eberstadt
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Der Steinbruch bei Eberstadt / Buchen liegt direkt an der Gemarkungsgrenze zwischen Eberstadt und Bödigheim in unmittelbarer Nachbarschaft zur Eberstadter Tropfsteinhöhle. Abgebaut wird nahezu die komplette Schichtenfolge des Unteren Muschelkalkes mit einer Mächtigkeit von 42 m. Die gebrochenen Kalksteine werden bereits vorort zerkleinert und als Schotter bzw. Sand zwischengelagert.

Natursteine und Naturwerksteine werden zu unterschiedlichen Zwecken aus Festgesteinen gewonnen. Der jährliche Abbau in Baden-Württemberg beträgt um 27 Millionen Tonnen, wovon der allergrößte Teil als gebrochenes Natursteinmaterial, meist als Splitt, beim Verkehrswegebau (Straßen, Wege, Bahnen) und Wasserbau eingesetzt wird.

Rohstoffquelle Boden

Was wird daraus?

Aus Kies und Sand werden Mörtel, Beton und andere Baustoffe hergestellt. Diese werden zum Bau von Gebäuden und Straßen eingesetzt.

Auch die Verwendung von Natursteinen als Baumaterial (z. B. Schilfsandstein, Buntsandstein, Quarzporphyr, Basalt, Weiß-Jura) ist nach wie vor beliebt. Natursteine mit regelmäßigen Abmessungen wie Mauerquader, Platten und Gesimse werden als Werksteine, solche mit dekorativen, künstlerischen Formen als Ornamentsteine bezeichnet.


ausgewählte Literatur:

REINSCH, Dietmar (1991): Natursteinkunde - eine Einführung für Bauingenieure, Architekten, Denkmalpfleger und Steinmetze. - 315 S., 236 Abb., 16 Tab.; Ferdinand Enke Verlag, Stuttgart.

 

Boden liefert Rohstoffe

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Ziegeleirohstoffe

 
Bild: Hockenheimer Rheinbogen, Herrenteich, Feldbahn
Tonwerk Hockenheim-Herrenteich, Feldbahn um 1945
(© Stadt Hockenheim)

Stillgelegte Feldbahn der Vereinigten Speyerer Ziegelwerke AG am Rhein mit Lok Gmeinder (Mosbach, Baden). Anhand der zugewachsenen Gleise war die Lorenbahn zu diesem Zeitpunkt vermutlich nicht betriebsbereit.

 
Bild: Backsteine
Ziegelsteine
(© privat, Autor: M. Linnenbach)

Loch-Ziegelsteine, im Volksmund auch Backsteine genannt. Die Löcher machten einerseits den Ziegel insgesamt leichter, andererseits dienen die Luftkammern der Wärmedämmung. Die Farbe der Ziegel hängt in erster Linie von den im Ton enthaltenen Mineralien ab. Ein hoher Eisengehalt (rote Eisen(III)silikate) z.B. führt zu hell- bis dunkelroten Farbtönen

In Südwestdeutschland treten zahlreiche Lagerstätten von Ziegeleirohstoffen auf, die früher in vielen hundert Tongruben und den lokal angeschlossenen Ziegeleien genutzt wurden. Wegen der weiten Verbreitung von ton- und lehmhaltigen Bodenschichten hatte fast jede größere Ortslage im Land seine eigene Ziegelei. Heute sind landesweit noch ca. 40 Gruben in Betrieb. Sie liegen zumeist im engeren Umfeld großer Ziegeleiwerke und beliefern Baden-Württemberg und die benachbarten Bundesländer.

Rund 40 % der Ton- und Lehmgruben liegen in Lösslehmablagerungen. Von großer Bedeutung sind auch die Feinsedimente der Süßwassermolasse und die Tonsteine der Opalinuston-Formation; seltener werden aufgewitterte Tonsteine des Rotliegenden, des Röts (Oberer Buntsandstein), des Unterjuras (Blähtonherstellung) und des Mittleren Keupers (Tonmergel) genutzt. Einige Gruben bauen auch Verwitterungslehme über Moränenablagerungen oder pleistozäne Beckentone ab.

Wichtige Verwendungsbereiche für Ziegeleirohstoffe sind neben den klassischen Produkten wie Dachziegel und Backsteinen die Herstellung grobkeramischer und feuerfester Produkte sowie die Verwendung als Leichtbetonzuschläge, als Dichtungstone für Deponie- und Speicherabdichtung, als Zuschlagstoffe für die Portlandzementherstellung und als Bodenverbesserer in der Land- und Forstwirtschaft.