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Keuper-Aufschluss Wilder Fritz
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Geologisches Fenster "Wilder Fritz"
Blick auf Waldflächen und Weinberge an der Diefenbacher Neuhalde
(Element 1 von 4: Bild)
Bild: Weinberge an der Neuhalde, Diefenbach, Enzkreis
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Wald und Wein sind für den Naturraum Stromberg-Heuchelberg charakteristisch.

Keuper-Aufschluss Wilder Fritz:
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Keuper-Aufschluss Wilder Fritz

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Geologisches Fenster "Wilder Fritz" im Naturpark Stromberg-Heuchelberg

 
Bild: Wilder Fritz, Geotop, Enzkreis
Geologischer Aufschluss ?Wilder Fritz? östlich von Sternenfels-Diefenbach
(© Michael Linnenbach)

Blick auf den Aufschluss "Wilder Fritz". Eine Infotafel des Landratsamts Enzkreis in Zusammenarbeit mit der Touristik-Agentur-Sternenfels informiert den Besucher ausführlich über die geologische Entstehung.dieser Keuper-Formation.

 
Bild: Geologischer Aufschluss Wilder Fritz, Enzkreis
''Wilder Fritz'', Bunte Mergel und grauer Stubensandstein
(© Michael Linnenbach)

Der harte, verwitterungsresistente Stubensandstein ragt simsartig aus der Böschung hervor. Deutliche Farbkontraste im Gestein kennzeichnen den geologischen Aufschluss.

Der "Wilde Fritz", zeigt einen imposanten Einblick in das Erdmittelalter (Mesozoikum, Trias), mit dem Übergang der Bunten Mergel zur angrenzenden Stubensandstein-Formation im Mittleren Keuper (km 3/4). Der geologische Aufschluss befindet sich etwa 1,3  km östlich der Gemeinde Sternenfels-Diefenbach im Enzkreis, oberhalb der bekannten Weinlage Neuhalde.

An der aufgeschlossenen Böschung gut erkennbar, sind die locker geschichteten Bunten Mergel, die sich aus vielen Farben, wie rot, türkisgrün und hellgrau, zusammensetzen. Dominierend sind rote Farbtöne. Sie beruhen auf das im Gestein fein verteilte, 3-wertige Eisenoxid.

Die Böden aus buntem Mergelgestein sind kalk- und nährstoffreich. In wärmebegünstigten Lagen, wie hier am Gänsberg und der Neuhalde, bedeuten sie für den Weinbau optimale Standorte. Der aufliegende Stubensandstein dagegen ist basen- und nährstoffarm und für die Bodenbildung von geringer Qualität. Dafür besitzt das harte Gestein regionale Bedeutung als Bau- und Scheuersandstein. Letzterer diente früher als Scheuersand für die Holzfußböden heimischer Wohnstuben.

Am Hangfuß des Geotops findet sich eine zentimeterhohe, feinkörnige Auflage erodierter Gesteinspartikel, die den Anschein eines rot gefärbten Sandbodens erwecken. Hier wachsen bevorzugt wärme- und trockenheitsliebende Pflanzen wie die Zypressen-Wolfsmilch und der Natternkopf. An Tieren kann man an warmen Tagen die Blauflügelige Ödlandschrecke sowie die trockenheitsliebende Märzenschnecke entdecken. Der an das Geotop angrenzende Wald stockt auf nährstoffarmen Stubensandsteinböden. Er setzt sich aus Buchen, Hainbuchen und Traubeneichen zusammen.

Hinweis für Besucher: Für eine Begehung ist der Herbst die ideale Jahreszeit, Wenn sich das Laub der Wälder und Weinberge verfärbt, zeigt die Landschaft im Naturraum Strom- und Heuchelberg alle Facetten ihrer Attraktivität. Der herbstliche Aspekt wird durch die lilafarbenen Blütenstände der Kalk-Aster noch verstärkt. Aufgrund der steilen Topografie ist die Erkundung des Geotops nicht barrierefrei.

Übersicht:

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