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Moore auf der Baar und im Aitrachtal
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Moore auf der Baar und im Aitrachtal
Torfabbau im Zollhausried (Schwarzwald-Baar-Kreis)
(Element 5 von 5: Bild)
Bild: Torfabbau
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Das Zollhausried im Aitrachtal östlich von Blumberg ist ein 1,9 km² großes Versumpfungsmoor auf der Wasserscheide Rhein/Donau. Hier wurde Torf bis ins 20. Jahrhundert vor allem von Hand gestochen. Erst nach dem Ersten Weltkrieg setzte sich der maschinelle Abbau bei der Torfgewinnung endgültig durch. Dabei wurde der Torf nach der maschinellen Planierung der Fläche mit Baggern abgebaut.

Moore auf der Baar und im Aitrachtal:
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Moore auf der Baar und im Aitrachtal

 

Moore auf der Baar und im Aitrachtal

 
Bild: Stufenlandschaft der Baar
Blick auf Bad Dürrheim-Oberbaldingen und die Stufenlandschaft der Baar
(© LGRB, Autor: K. Rilling)

Vom Mitteljura-Plateau bei Öfingen blickt man nach Westen auf die Schichtstufenlandschaft der Baar. Man sieht im Vordergrund das Kötachtal, dahinter das Hügelland und die Stufenfläche im Unterjura mit bewaldeten, vermoorten Senken; hinter der Stufenkante im Hintergrund liegt Donaueschingen mit dem Schellenberg (Muschelkalk und Lettenkeuper). Rechts hinten sind die bewaldeten Buntsandsteinflächen des Baar-Schwarzwalds zu sehen. In der Mitte und links im Hintergrund ist noch der Südschwarzwald mit dem Feldbergmassiv zu erkennen.

 
Bild: Moore auf der Baar und im Aitrachtal
Moore auf der Baar und im Aitrachtal, Übersichtskarte

 

 

Die Moore auf der Baar nehmen zusammen lediglich eine Fläche von 8,2 km² ein, was etwa 1,5% der baden-württembergischen Moorfläche entspricht. Wegen ihres relativ unbedeutenden Flächenanteils ist man geneigt sie den Mooren des Schwarzwalds oder den oberschwäbischen Mooren zuzuschlagen. Aufgrund ihrer eigenen  Entstehungs- und Nutzungsgeschichte sowie ihrer klimatischen, geologischen und moorhydrologischen Besonderheiten sei ihnen an dieser Stelle eine eigene Seite zusammen mit den ebenfalls räumlich isoliert gelegenen Mooren im Aitrachtal (2,7 km²) gewidmet.

Die Moore auf der Baar liegen alle in einem Umkreis von 7 km in der sog. Riedbaar zwischen Schwenningen im Norden und Hüfingen an der B31 im Süden. Das insgesamt abflussträge Einzugsgebiet am Oberlauf der Donau begünstigte die Moorbildung in den flachen Talauen der auf 650 bis 750 m NN gelegenen Hochmulde der Baar zwischen der sanft abfallenden Ostabdachung des Buntsandsteinschwarzwalds im Westen und der als Schichtstufe markant aufsteigenden Schwäbischen Alb im Osten. Die besonderen klimatischen Verhältnisse der Hochmulde, in der sich bei ruhigen Strahlungswetterlagen stabile Kaltluftseen bilden, die in allen Jahreszeiten zu Bodenfrösten führen können, kommen in der immer wieder gerne gebrauchten Bezeichnung „kalte Baar" zum Ausdruck. Sie begünstigen zusätzlich das Moorwachstum, da die frostfreien Tage, mit der dann stattfinden Zersetzung abgestorbener Moorpflanzen, hier deutlich reduziert sind.