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Moore in Oberschwaben und im württembergischen Allgäu
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Moore in Oberschwaben und im württembergischen Allgäu
Federsee Landschaft, geprägt durch die Eiszeit
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Bild: Federsee Landschaft
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Der Federsee inmitten des Federseerieds, einem glazialen Zungenbecken im Bereich des Riss-Glazials vor dem Rand der äußeren Jungendmoräne (Würm) mit glazigenen Ablagerungen und allen Stufen der Moorbildungen. Heutige Sediment- und Bodenprofilproben erreichen den Untergrund bei etwa 11 m unter der heutigen Wasseroberfläche (578 m ü. NN.). Im 18. Jh. war der See noch wesentlich tiefer und breiter.
Moore in Oberschwaben und im württembergischen Allgäu:
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Moore in Oberschwaben und im württembergischen Allgäu

 

Moore in Oberschwaben und im württembergischen Allgäu

 
Bild: Federseemoor, Ldkr. Biberach
Federseemoor, ehemaliger Torfstich.
(© KIT, Autor: C. Düpmeier)

Mit dem Bau der Federseebahn 1886 begann im Federseermoor großflächig der maschinelle Abbau von Torf, der bis nach dem 2. Weltkrieg andauerte.

 
Bild: Pfrunger-Burgweiler-Ried, Bannwald
Pfrunger-Burgweiler Ried (Ldkr. Sigmaringen und Ravensburg)
(© Autor: LUBW)

Blick vom Bannwaldturm über das Pfrunger-Burgweiler Ried in Richtung Süden. Das Naturschutzgebiet Pfrunger-Burgweiler Ried ist 775 ha groß, der Bannwald deckt eine Fläche von 441 ha ab. Damit ist dies der größte Bannwald in Baden-Württemberg.

Das Alpenvorland zwischen Bodensee, Donau und Iller ist die moorreichste Landschaft in Baden-Württemberg. Mit einer Moorfläche von ca. 322 km², davon sind 32 km² heute noch Hochmoore, werden in Oberschwaben 5% der Landschaft von Mooren eingenommen. Die Bezeichnungen Ried und Moos scheinen synonym gebraucht zu werden, unabhängig davon ob es sich um ein Hoch- oder Niedermoor handelt. Als Beispiele seien hier das Wurzacher Ried (Hochmoor) und das Donauried (Niedermoor) genannt, das allerdings auf bayrischer Seite wiederum mit Donaumoos bezeichnet wird. Im südöstlichen Landkreis Ravensburg, dem württembergischen Allgäu, überwiegt eindeutig die Bezeichnung Moos. Ausschließlich in Bayern wird der Begriff Filz alleinig für Hochmoore verwendet, ist aber auf württembergischer Seite des Alpenvorlandes nicht mehr zu finden.

Die Entstehung der Moore in Oberschwaben nach dem Ende der letzten Eiszeit, der Würmeiszeit (115.000 - 11.000 Jahre vor heute), ist eng mit der mehrmaligen Vergletscherung des Alpenvorlandes durch die Eismassen des Rheingletschers verbunden. Nach deren Abschmelzen gegen Ende einer Eiszeit bleibt hinter den Endmoränen eine Eiszerfallslandschaft zurück. In ihr ist das Gewässernetz nur grob ausdifferenziert und weite Bereiche sind an die Vorflut nur unzureichend angebunden oder von ihr abgeschnitten. Träger Wasserabfluss in Verbindung mit hohen Niederschlägen im Alpenvorland sind die ideale Voraussetzung für die Vermoorung einer Landschaft.