Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg
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Moore in Oberschwaben und im württembergischen Allgäu
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Moore in Oberschwaben und im württembergischen Allgäu
Federsee Landschaft, geprägt durch die Eiszeit
(Element 1 von 11: Bild)
Bild: Federsee Landschaft
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Der Federsee inmitten des Federseerieds, einem glazialen Zungenbecken im Bereich des Riss-Glazials vor dem Rand der äußeren Jungendmoräne (Würm) mit glazigenen Ablagerungen und allen Stufen der Moorbildungen. Heutige Sediment- und Bodenprofilproben erreichen den Untergrund bei etwa 11 m unter der heutigen Wasseroberfläche (578 m ü. NN.). Im 18. Jh. war der See noch wesentlich tiefer und breiter.
Moore in Oberschwaben und im württembergischen Allgäu:
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Moore in Oberschwaben und im württembergischen Allgäu: Klima

 

Klima in Oberschwaben und im württembergisches Allgäu

 
Bild: Klimakarte Baden-Württemberg
Klimakarte Baden-Württemberg
(© LUBW, Autor: JENDRITZKY, G. et al. (1990))
Regionale Temperaturverteilung in Baden-Württemberg:

Sehr warme Bereiche (rot) befinden sich in der Oberrheinebene, in Teilen des Hochrheins und im Neckarbecken. Kühlere Bereiche (blau) in den Hochlagen von Nord- und Südschwarzwald sowie auf der Schwäbischen Alb und im Allgäu. Eine Kälteinsel stellt die Hochebene am Katzenbuckel im Odenwald dar. Die Oberen Gäue nehmen klimatisch eine Mittelstellung ein (gelbe bis weißliche Flächen).

Im Jahr 2003 ergaben sich neue Rekorde für die Anzahl klimatologischer „Sommertage“ (Temperaturmaximum mindestens 25 °C) und klimatologisch „Heißer Tage“ (Temperaturmaximum mindestens 30 °C). Im Oberrheingebiet registrierte man bis zu 53 solcher heißen Tage und bis zu 83 Sommertage in Freiburg i. Br. , d.h. nur an 9 der 92 Tage des Sommers wurde kein Sommertag verzeichnet.

 


JENDRITZKY, G. et al. (1990) : Methodik zur räumlichen Bewertung der thermischen Komponente im Bioklima des Menschen - das fortgeschriebene Klima-Michel-Modell. - Beiträge 114, Akademie für Raumforschung und Landesplanung.
 
Bild: Bodenseeklima
Wetterküche Bodensee
(© BodenseeWeb, 2003, Autor: T. Dombeck)

Berüchtigt ist der Bodensee für seine plötzlichen Wetterumschwünge. Binnen Minuten können hier heftige Stürme und Gewitter losbrechen. Man tun gut daran, die gelben Sturmwarnlichter zu beachten, die in jedem Bodenseehafen stehen.

Durch die regulierende Wirkung seines großen Wasserkörpers beeinflusst der See auch die Temperaturen des Umlandes, wo es im Winter meist einige Grade wärmer ist als in anderen Gegenden.

Kühl und mäßig regnerisch im Norden

Das nördliche Oberschwaben, dem Gebiet des Altmoränenhügelland und der Iller-Riß-Platten, ist durch ein mäßig kühles Klima mit Jahresdurchschnittstemperaturen zwischen 7 und 8 °C sowie Niederschlagsmengen von 750-850 mm im Jahr gekennzeichnet. Die im Vergleich zum Jungmoränenhügelland (südliches Oberschwaben mit Bodenseebecken) geringeren Werte ergeben sich durch die Lee-Lage östlich der bis auf 800 m ü. NN ansteigenden Schwäbischen Alb und die größere Entfernung zu den Alpen. Im Südosten steigen die Niederschläge im Stau der Alpen jedoch bis auf etwa 1300 mm im Jahr an und es herrscht bei Höhenlagen von z. T. mehr als 750 m ü. NN ein mäßig kaltes Wuchsklima. In den Flusstälern von Donau, Riß und Iller hält sich bei Inversionswetterlagen der Nebel besonders hartnäckig.

In den Tälern des Altmoränenhügellandes herrscht im Herbst und Winter häufig zäher Nebel. Die sonnseitigen Hänge sind durch mehr Wärme begünstigt und werden deshalb bevorzugt landwirtschaftlich genutzt. In den großen, vermoorten Beckenbereichen sammelt sich die Kaltluft. Die Zahl der Frosttage ist hier überdurchschnittlich hoch und es sind auch im Sommer in einzelnen Nächten Bodenfröste möglich.

Südlicher Teil Oberschwabens und württembergisches Allgäu

Die klimatischen Verhältnisse im Jungmoränenhügelland wechseln recht stark und werden von der Höhenlage (Temperatur, Einstrahlung) und der Nähe zu den Alpen (Niederschläge, Föhn) bestimmt.

Das Bodenseebecken und das von ihm abzweigende Schussenbecken sind warme bis sehr warme Gunsträume mit Jahresdurchschnittstemperaturen von 8-9 °C und ermöglichen einen intensiven Wein- und Obstbau. Die nördlich des Bodensees gelegenen Hügelländer sind dagegen deutlich kühler und erreichen Werte von 7,5 °C. In den bis auf über 800 m ansteigenden Höhenlagen (z. B. Höchsten, Waldburger Rücken) liegen die aufgrund des Wuchsklimas ermittelten Jahresdurchschnittstemperaturen nur um 6,5 °C.

Die Niederschläge sind im Hegau und im Singener Becken mit etwa 750 mm im Jahr am geringsten. In weiten Bereichen des Jungmoränenhügellands werden durchschnittlich 850-950 mm gemessen. Östlich des Schussenbeckens steigen die Niederschläge im Stau der Alpen auf über 1.400 mm an, was die im Westallgäuer Hügelland vorherrschende Grünlandwirtschaft stark begünstigt.

Eine Sonderstellung nimmt die Adelegg ein. Auf den bis über 1.100 m ü. NN reichenden Höhenlagen werden nur kurze Vegetationsperioden bei Jahresdurchschnittswerten von 5-6 °C erreicht. Sonnige Sommertage auf der Adelegg sind mit einer intensiven Sonneneinstrahlung verbunden.

Eine klimatische Besonderheit im Alpenvorland ist der Föhn als trocken-warmer Fallwind. Gerade im Winterhalbjahr sind hier kurzfristig Temperaturunterschiede von bis zu 15 °C, verbunden mit weiter Fernsicht, gegenüber nicht vom Föhn beeinflussten Gebieten möglich. Ebenfalls charakteristisch ist eine große Häufigkeit von Inversionswetterlagen mit vielen Nebeltagen im Herbst und Winter in den milden Beckenbereichen in der Umgebung des Bodensees.