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Botanischer Garten des KIT
Kannenpflanze (Nepenthes) im Eingangsbereich
(Element 1 von 22: Bild)
Bild: Kannenpflanze
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Die Blätter der Nepenthes-Kannenpflanzen sind passive Fallgruben für kleine bis mittelgroße Insekten. Ihre Verdauungsflüssigkeiten innerhalb der Kanne sind stark sauer (pH 4). Die meisten Arten sind Bewohner der Tropen. Durch gezielte Absammlung sowie durch Abholzung der Regenwälder sind viele Arten inzwischen vom Aussterben bedroht.

Botanischer Garten des KIT:
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Übersicht

Botanischer Garten des KIT

 

Der Botanische Garten des KIT - klein aber fein

 
Bild: Botanischer Garten des KIT, Eingang
Eingang zum Botanischen Garten des KIT (Aufn. Oktober 2015)
(© LUBW, Autor: R. Kober-Moritz)

Botanischer Garten des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) am Fasanengarten.

 
Bild: Botanischer Garten KIT, Karlsruhe
Blick in das Foyer
(© LUBW, Autor: M. Linnenbach)

Zahlreiche Infotafeln im Foyer informieren den Besucher über Historie und aktuelle Arbeiten.

Mitte des 19. Jh. wurden an der Technischen Hochschule Karlsruhe die Lehrfächer Botanik und Zoologie eingeführt. In diesem Zusammenhang setzte sich der damals für die Botanik zuständige Professor Leopold Just (1841-1891), für die Gründung und Errichtung eines Botanischen Gartens in Karlsruhe ein. So bat er Großherzog Ludwig um einen Teil des Großherzoglichen Küchengartens, der sich in unmittelbarer Nähe des Universitätsgeländes befand. Da die badischen Markgrafen und Großherzöge schon immer begeisterte Pflanzenfreunde und -sammler waren, gab Großherzog Ludwig schließlich dieser Bitte nach. So wurden 1,5 ha des fürstlichen Kräutergartens zum botanischen Lehrgarten der Karlsruher Hochschule umfunktioniert.

1897 wurde das Botanische Institut letztendlich fertiggestellt. Bereits im Mai 1899 konnten mehrere Neubauten im Botanischen Garten eingeweiht werden. Unter anderem verfügte der Garten nun über ein beheizbares Freiland-Wasserbecken, in dem verschiedene Sumpf- und Wasserpflanzen gepflegt wurden.

Durch erhebliche Beschädigungen des Gartens im ersten und zweiten Weltkrieg und die stetig wachsende Zahl an Studenten in den Nachkriegsjahren wurde die Anlage in den Jahren 1956 bis 1958 (auf einer Fläche von 2 ha) am Adenauerring neu gebaut. In den Jahren 1977 bis 1980 erfolgte nochmals eine Erweiterung. Somit erlangte der Botanische Garten Karlsruhe seine momentane Ausdehnung.

Heute ist der Botanische Garten des KIT nicht nur als Institution für Biologiestudenten von hoher Bedeutung auch für die Öffentlichkeit ist die Institution ein attraktives Naherholungsziel in Karlsruhe. Die ansprechend gestalteten Gewächshäuser sind eingeteilt nach Ursprungsgebieten sowie nach pflanzensoziologischen und geographischen Gesichtspunkten. Darüberhinaus gibt es zahlreiche Beete in den Außenanlagen zur Veranschaulichung der Pflanzenmorphologie, gemäß der Tradition befindet sich dort auch ein Beet mit Küchenkräutern.

Ein weiteres Ziel des Botanischen Gartens ist es, die Forschung der allgemeinen Öffentlichkeit näher zu bringen. Daher werden regelmäßig Führungen angeboten. Für die Teilnahme reicht eine Anmeldung über die Internetseiten des Gartens. Die Führungen kosten für Erwachsene 5 €.-, bzw. ermäßigt 3 €.-.

Eine wichtige Aufgabe des Gartens ist der Erhalt seltener, vom Aussterben bedrohter Arten, wie zum Beispiel die Europäische Wildrebe (Vitis vinifera subsp. sylvestris). In der Natur kommt diese Art nur noch an sehr wenigen Stellen in Baden-Württemberg (z. B. Rheininsel Ketsch) vor. Offiziell steht die Pflanze auf der Roten Liste Baden-Württemberg in Kategorie 1 (vom Aussterben bedroht).

In den letzten Jahren haben sich die allgemeinen Rahmenbedingungen für den Botanischen Garten verschlechtert. Zum einen wurde ein Großteil der Gärtnerstellen gekürzt, zum anderen fehlen Gelder zur dringend notwendigen Sanierung der in die Jahre gekommenen Gewächshäuser. Dennoch wird die universitäre Einrichtung auch in Zukunft den Dialog mit der interessierten Öffentlichkeit suchen.

Der Eintritt in den Botanischen Garten des KIT ist frei. Im Foyer besteht die Möglichkeit Pflanzenableger und eingetopfte Jungpflanzen gegen eine Spende mitzunehmen. Im Gegensatz zu den Außenanlagen sind die Gewächshäuser für Gehbehinderte nur eingeschränkt zugänglich bzw. nicht barrierefrei.

Adresse:
Am Fasanengarten 2
76131 Karlsruhe

Öffnungszeiten:
Sommer (April bis September)

Montag bis Freitag 8 bis 16 Uhr
Sonntag und Feiertag 10 bis 16 Uhr
Winter (Oktober bis März)
Montag bis Freitag 8 bis 15 Uhr
Sonntag und Feiertag 10 bis 14 Uhr