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Grundgebirgs-Schwarzwald
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Grundgebirgsschwarzwald Gestein und Landschaft
Granit-Wollsäcke auf einem Bergrücken (Storeck) bei Triberg-Gremmelsbach
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Bild: TP_BGL1_065 Granit-Wollsäcke bei Triberg-Gremmelsbach
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Die im Granit oft vorkommende sog. Wollsackverwitterung tritt auf, wenn das Gestein von einem rechtwinkligen Kluftsystem durchzogen wird und über längere Zeiträume entlang der Klüfte eine tiefgreifende chemische Verwitterung stattgefunden hat. Das Gestein ist dabei entlang der Klüfte vergrust. Gerät der Bereich durch Abtragung an die Oberfläche, wird der feine Grus und Sand weggeschwemmt und es bleiben an den Ecken und Kanten abgerundete Quader übrig, deren Form an Wollsäcke erinnert.

Grundgebirgs-Schwarzwald:
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Grundgebirgs-Schwarzwald: Panorama - Wasserscheidengebiet

 

Panorama - Wasserscheidengebiet

Wasserscheidengebiet - rheinisches und danubisches Relief
(© Autor: K. Rilling)

Wasserscheidengebiet zwischen Triberg und St. Georgen

Rheinisches und danubisches Relief

Das Panoramabild zeigt auf der linken Seite (Blickrichtung Westnordwest) den durch das rheinische Flusssystem tief zertalten Mittleren Schwarzwald mit bewaldeten Steilhängen und dem Süd-Nord verlaufenden Gutachtal bei Triberg. Die Talmulde, in der die im Hintergrund zu sehende Gemeinde Schonach liegt, besitzt im Oberlauf noch die alte, nach Südosten orientierte Richtung und das sanfte Relief des Donaueinzugsgebiets. Man spricht auch von rheinischem und danubischem Relief. Die Quellen der Schonach liegen in fast 1000 m Höhe oberhalb des Ortes in einem hochflächenartigen Relief. Sie tieft sich dann stark ein und mündet dann im Triberger Talkessel im Mittelgrund in 650 m Höhe in die Gutach.

In der Bildmitte (Blickrichtung Norden) quert von rechts, bei den Holzstapeln, bis zur bewaldeten Kuppe im Hintergrund ein asphaltierter Weg. Dieser markiert den heutigen Verlauf der Europäischen Wasserscheide und gleichzeitig die Gemeindegrenze zwischen Triberg und St. Georgen. Die Höfe der Ansiedlung „Im Zinken" liegen neben Quellmulden eines Seitentälchens der jungen Brigach. Das Wasser dieser ca. 900 m hoch gelegenen Quellen muss noch über 2800 km zurücklegen um dann mit der Donau ins Schwarze Meer zu münden. Dies erklärt die geringe Zertalung im danubischen Relief auf der Ostseite des Schwarzwaldes und das Fehlen von schroffen Talformen und großen Höhenunterschieden wie im Westschwarzwald, der steil zum Oberrheingraben hin abfällt. In den flachen Talmulden finden sich oft vernässte und anmoorige Böden. Auch durch Bodenerosion entstandene Kolluvien aus abgeschwemmtem Bodenmaterial sind in Mulden und an Unterhängen nicht selten, da das Land um die Höfe früher auch verbreitet ackerbaulich genutzt wurde und die gut zugängliche Landschaft um das mittelalterliche Kloster St. Georgen schon relativ früh besiedelt war.
Vorherrschendes Gestein in der Gegend ist der Triberger Granit. Die breite Erhebung in der Bildmitte wird von Paragneisen aufgebaut.