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Grundgebirgs-Schwarzwald
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Grundgebirgsschwarzwald Gestein und Landschaft
Granit-Wollsäcke auf einem Bergrücken (Storeck) bei Triberg-Gremmelsbach
(Element 1 von 27: Bild)
Bild: TP_BGL1_065 Granit-Wollsäcke bei Triberg-Gremmelsbach
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Die im Granit oft vorkommende sog. Wollsackverwitterung tritt auf, wenn das Gestein von einem rechtwinkligen Kluftsystem durchzogen wird und über längere Zeiträume entlang der Klüfte eine tiefgreifende chemische Verwitterung stattgefunden hat. Das Gestein ist dabei entlang der Klüfte vergrust. Gerät der Bereich durch Abtragung an die Oberfläche, wird der feine Grus und Sand weggeschwemmt und es bleiben an den Ecken und Kanten abgerundete Quader übrig, deren Form an Wollsäcke erinnert.

Grundgebirgs-Schwarzwald:
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Grundgebirgs-Schwarzwald: Panorama - Schwarzwaldrand bei Staufen

 

Panorama - Schwarzwaldrand bei Staufen

Schwarzwaldrand bei Staufen
(© Autor: K. Rilling)

Schwarzwaldrand bei Staufen

Vom Staufener Burgberg schaut man über den Ausgang des Münstertals und den Schwarzwaldrand nach Süden. Ganz links erkennt man die Weinberge und Laubwälder an den klimatisch begünstigten Unterhängen des Schwarzwald-Westabfalls. Zwischen Staufen und dem Ortsteil Grunern hat der aus dem Münstertal in die Oberrheinebene mündende Neumagen in der letzten Eiszeit eine breite Schotterebene aufgeschüttet auf der kiesige Lehmböden (Parabraunerden) verbreitet sind. Örtlich treten auch zu Staunässe neigende Böden aus tonreichen Hochflutsedimenten auf (Pseudogleye). An den Schwarzwaldhängen dominieren Braunerden aus Gneis-Schuttdecken. An Unterhängen können auch Parabraunerden aus lössreichen Fließerden auftreten. Am flachen Hangfuß, wie auf den Ackerflächen in der Bildmitte können diese Kristallinschutt führenden Lehmböden auch Staunässemerkmale aufweisen (Pseudogley-Parabraunerde). Die hinter Grunern gelegene Hügelkuppe (Fohrenberg) ist eine aus Trias-, Jura- und Tertiärgestein bestehende Vorbergscholle, die bereits westlich der Hauptrandverwerfung liegt und nicht mehr zum Schwarzwald zu rechnen ist. Rechts davon schließen sich im Hintergrund die Vorberge des Markgräfler Hügellands an. Weiter links, im Schwarzwald ist ganz hinten der Blauen (1165 m NN) mit seinem Sendemast zu erkennen.