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Blautopf - Blaubeuren
Das Hammerwerk am Blautopf in Blaubeuren
(Element 1 von 5: Bild)
Bild: Der Blautopf
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Der Blautopf ist für jedermann frei zugänglich. Direkt neben dem sagenumwobenen Blautopf befindet sich ein historisches Hammerwerk, das durch das Quellwasser des Blautopfes angetrieben wird.

Kontakt:
Hammerschmiede
am Blautopf
Telefon (07344) 921027

geöffnet. Palmsonntag bis 31. Oktober, täglich von 9 bis 18 Uhr Anfang November bis Ende März nur samstags, sonntags und feiertags von 11 bis 16 Uhr Dezember ganz geschlossen.

Eine weitere Sehenswürdigkeit ist das 1085 gegründete Benediktinerkloster, welches heute als altsprachliches Internat / Gymnasium genutzt wird.

 

Blautopf:
Weitere Informationen
In der Nähe befindet sich:
 
Übersicht
 

Blautopf in Blaubeuren

 
Bild: Blautopf (Blaubeuren)
Die bekannte Karstquelle Blautopf in Blaubeuren (Alb-Donau-Kreis)
(© LUBW, Autor: M. Linnenbach)

Die Karstquelle Blautopf entspringt einem riesigen unterirdischen Höhlensystem unter der Schwäbischen Alb, in dem sich große Mengen an Wasser sammeln. Da dieses Höhlensystem von der Urdonau angeschnitten und die ursprüngliche Quellöffnung durch Flußschotter verschüttet wurde, mußte sich das Wasser einen neuen Weg zur Erdoberfläche schaffen. So entstand bei Blaubeuren entstand der trichterförmige Quelltopf, der eine Tiefe bis zu 21 m erreicht. Die Wassertemperatur (9° C) des Blautopfs ist Sommer wie Winter gleich. Das intensive Blau zeigt sich insbesondere nach längeren Regenpausen.

In Zukunft wird es für Wissenschaftler wesentlich leichter sein, das Blauhöhlensystem zu erkunden: Seit April 2010 gibt es einen trockenen Zugang dorthin. Es soll auch geprüft werden, ob die Bereiche des unterirdischen Höhlensystems öffentlich zugänglich gemacht werden können. Der Erkundungsschacht liegt direkt an der Bundesstraße 28.  Durch 17 Meter Felsgestein führt dort ein Gang bis in die Nähe des Mörike-Doms.


Weiterführende Literatur:

ARMBRUSTER, V. & SELG, M. (2006):Der Abfluss des Blautopfs im Spiegel der Grundwasserneubildung (Oberjura-Karst, Süddeutschland).- Tübinger Geow. Arbeiten, C98, 4-16, 10 Abb., 1 Tab., Tübingen.

 
Bild: Mühlrad des Hammerwerks am Blautopf
Historische Hammerschmiede
(© LUBW, Autor: M. Linnenbach)

Das Hammerwerk an der Karstquelle wurde 1804 in Betrieb genommen. Seit den 1970er Jahren kann die Anlage wieder in ihrer ursprünglichen Funktion besichtigt werden.

 
Bild: Schöne Lau, Blaubeuren
Skulptur der "Schönen Lau" am Blautopf
(© LUBW, Autor: M. Linnenbach)

Die Schöne Lau ist nach der Legende eine Wassernixe, die im Blautopf lebte.

Der Blautopf ist der große runde Kessel eines wundersamen Quells bei einer jähen Felsenwand gleich hinter dem Kloster. Gen Morgen sendet er ein Flüßchen aus, die Blau, welche der Donau zufällt. Dieser Teich ist einwärts wie ein tiefer Trichter, sein Wasser ist von Farbe ganz blau, sehr herrlich, mit Worten nicht wohl zu beschreiben; wenn man es aber schöpft, sieht es ganz hell in dem Gefäß.".....so beschreibt der Lyriker Eduard Mörike die Schönheit des Blautopfes.

Der Blautopf in Blaubeuren, Baden-Württemberg ist die zweit-wasserreichste und berühmteste Karstquelle Deutschlands. Sie weist eine mittlere Schüttung von 2.270 l/s (min. 250 l/s, max. 32.670 l/s) auf. Das Naturdenkmal liegt rund 20 km westlich von Ulm, in einem Urdonautal. Hier entspringt die Blau, die nach rund 22 km im Ulmer Stadtgebiet der Donau zufließ.

Seine Entstehung wurde durch verschiedene Parameter beeinflusst. Die Albhochflächen bestehen aus zerklüftetem Karstgestein (Weißjura), dadurch sammeln sich die Regenfälle nicht in Gewässern, sondern versickern im Untergrund. Innerhalb des Berges verlaufen weit verzweigte Höhlensysteme. Diese führen je nach Wasserspiegel Höhlenflüsse oder fallen trocken. Der Blautopf ist eine Stelle, an welcher die unterirdischen Wasserläufe an die Oberfläche treten.

Bekannt ist der Blautopf für die, je nach Lichteinfall mehr oder weniger intensive, aber immer auffallend blaue Farbe seines Wassers. Nicht immer ist er so strahlend blau. Erst wenn es länger nicht mehr geregnet hat, zeigt er seine intensive Färbung. Es handelt sich um die Eigenfärbung des Wassers mit großer Schichtiefe ist. Alle anderen Lichtstrahlen werden dadurch verschluckt. Nach starken Regenfällen oder nach der Schneeschmelze hat er eher eine bräunlich grüne Farbe, was an den mitgeführten Partikeln liegt.

Blautopf - Legende

Zu unterst auf dem Grund des Blautopfs saß ehemals eine Wasserfrau mit langen fließenden Haaren. Ihr Leib war allenthalben wie eines schönen, natürlichen Weibs, dies eine ausgenommen, das sie zwischen den Fingern und Zehen eine Schwimmhaut hatte, blühweiß und zarter als ein Blatt vom Mohn..."

Das ist der Anfang der "Historie der schönen Lau" von Eduard Mörike. In dieser muss eine Wassernixe, welche im Balutopf lebt, das Lachen wieder lernen. Da sie Ihrem Gemahl, einem Donaunix, aus lauter Traurigkeit nur tote Kinder gebar, wurde sie in den Blautopf verbannt. Der Fluch sollte nur dann von ihr weichen wenn sie fünf Mal von Herzen lacht. Um sie zum Lachen zu bewegen bedurfte es eines geraubten Kusses, einer echten Schwäbin, der Nonnenhofwirtin Betra Seysolffin, eines Kindernachttopf und auch jenem bekannten Zungenbrecher


»'s leit a Klötzle Blei glei bei Blaubeura,
glei bei Blaubeura leit a Klötzle Blei«

So wurde sie befreit. Ihr Gemahl kam zu ihr und der Blautopf lief über, so wie das neue Liebesglück. Zum Abschied verspricht ihm die Nixe mit ihrem Kind auf dem Arm zurück zu kommen.