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Batterienverwertung - Problemstoffe
Problemstoffe
Zu entsorgende Chemikalien sind gefährliche Abfälle
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Bild: Chemikalien
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Chemikalien gehören zu den Problemstoffabfällen und werden als gefährliche Abfälle eingestuft. Sie müssen bei mobilen Schadstoffsammlungen oder stationären Annahmestellen abgegeben und somit einer ordnungsgemäßen Entsorgung zugeführt werden.

Verwertung von Batterien

Batterien werden in die zwei Gruppen Primär- und Sekundärbatterien (Akkumulatoren) unterteilt. Im Unterschied zu den Primärbatterien lassen sich die Akkumulatoren über Ladegräte aufladen. Batterien enthalten umweltgefährdende Schadstoffe wie Blei, Quecksilber, Cadmium und Nickel und/oder gesundheitsschädliche Verbindungen mit Mangan und Lithium.

Es wird zwischen Fahrzeug-, Industrie- und Gerätebatterien unterschieden. Knopfzellen gehören beispielsweise zu den Gerätebatterien. Nach Gebrauch können Batterien an Verkaufs- oder Sammelstellen zurückgegeben werden. Die anschießende Sortierung der Batterien nach Materialien erfolgt über UV-Sensoren, Röntgen- oder elektromagnetische Verfahren.

 
 

Problemstoffabfälle sind mit Schadstoffen belastete Abfälle

 
Bild: Problemstoffe
Quecksilberthermometer sind gefährlicher Abfall
(© LUBW, Autor: M. Grümer)

Quecksilber ist ein giftiges, flüssiges Schwermetall, das bereits bei Raumtemperatur Dämpfe abgibt, die eingeatmet stark toxisch sind. Quecksilberhaltige Gegenstände müssen als gefährlicher Abfall getrennt entsorgt werden.

 
Bild: Problemstoffe
Spraydosen enthalten gefährliche Stoffe
(© LUBW, Autor: M. Grümer)

Leere Spraydosen können über die Wertstofftonne oder den Gelben Sack entsorgt werden. Spraydosen, die Reste an Treibgasen enthalten, müssen als gefährlicher Abfall entsorgt werden. Die Treibgase sind meist brennbar und können sich bei unsachgemäßer Behandlung entzünden.

Problemstoffabfälle aus Haushalten und Kleingewerben sind mit Schadstoffen belastete Abfälle, die bei einer gemeinsamen Entsorgung mit dem Hausmüll zu Problemen führen können. Dazu gehören z. B. Pflanzenbehandlungsmittel, Farben und Lacke, Lösemittel, Säuren und Laugen, Arzneimittel, Haushaltschemikalien und Reinigungsmittel, Leuchtstoffröhren sowie Batterien oder Getriebeöle. Problemstoffabfälle werden den gefährlichen Abfällen zugeordnet.

Problemstoffabfallsammlung

Problemstoffabfälle werden in Baden-Württemberg sowohl bei mobilen Sammelstellen (Schadstoff- oder Umweltmobil) als auch bei stationären Sammelstellen (Wertstoffhöfe) angenommen. Einen Ausnahmefall stellen Arzneimittel dar. Diese können auch bei Apotheken zurückgegeben oder über den Restmüll entsorgt werden, da dieser fast ausschließlich in Müllverbrennungsanlagen entsorgt wird.

Entsorgung

Primäres Ziel der getrennten Sammlung von Problemstoffabfällen ist eine gesicherte und umweltgerechte Entsorgung. Der größte Teil der Problemstoffabfälle wird einer energetischen Verwertung zugeführt. Ein kleiner Teil wird in Sonderabfallverbrennungsanlagen thermisch behandelt, um die Problemstoffe unschädlich zu machen.

Nicht alle Problemstoffabfälle müssen thermisch verwertet oder behandelt werden. Batterien beispielweise können stofflich verwertet und die darin enthaltenen Metalle zurückgewonnen werden. Voraussetzung dafür ist die Trennung der Batterien in die unterschiedlichen Arten z. B. Lithium-Batterien oder Nickel-Cadmium-Akkumulatoren. Öle können z. B. wiederaufbereitet und stofflich genutzt werden.

Eine genaue Beschreibung der gefährlichen Abfälle finden Sie hier.