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Prallhang der Enz bei Mühlacker
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Prallhang der Enz bei Mühlacker
Prallhang der Enz, Formationen im Oberen Muschelkalk
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Bild: Prallhang bei Mühlacker, Enzkreis, Muschelkalkwand
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Aufgeschlossener Oberer Muschelkalk, auch Hauptmuschelkalk genannt.

Prallhang der Enz bei Mühlacker:
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Prallhang der Enz bei Mühlacker

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Muschelkalk-Prallhang der Enz unterhalb der Burg Löffelstelz

Bild: Ruine Löffelstelz, Mühlacker, Enzkreis
Burgruine Löffelstelz, Mühlacker (Enzkreis)
(© M. Linnenbach)

Burgruine Löffelstelz, auch Burg Dürrmenz genannt in Mühlacker-Dürrmenz. Die im Mittelalter errichtete Höhenburg fußt auf einem 208 m hohen Muschelkalk-Prallhang der Enz. Im 17. Jh. war sie Teil der Eppinger Linien (Verteidigungslinie gegen Frankreich).

Die Ruine wurde von der Denkmalstiftung Baden-Württemberg zum „Denkmal des Monats Mai 2008“ ernannt (Aufn. 2015).

Kartenansicht Google.Maps (weitere Bilder).

Das weitläufige Stadtgebiet von Mühlacker im Enzkreis erstreckt sich über zwei Naturräume. Im Norden, Richtung Ötisheim, grenzt es an das Keupervorland des Strombergs, im Süden hat die Stadt noch Anteil an der vom Muschelkalk geprägten Landschaft des Neckarbeckens. Hier auf der südlichen Gemarkung, im historischen Stadtteil Dürrmenz, hat die Enz unterhalb der Burgruine Löffelstelz einen markanten Prallhang geschaffen (s. Karte des Gebiets).

Nicht immer war der anstehende Obere Muschelkalk des Prallhangs so gut sichtbar wie heute. Erst ab 1850 wird der vorgelagerte Steilhang an der Burgwestseite durch die Bürger von Dürrmenz intensiv als Steinbruch genutzt und damit aufgeschlossen. Zuvor nutzten die Einwohner von Dürrmenz das Gelände als Anbaufläche von Obst und Wein. Das gebrochene Kalkgestein, das finanziell einträglicher ist als die frühere Landwirtschaft, dient hauptsächlich der Errichtung von Bahnlagen des Eisenbahnknotenpunkts Mühlacker für die Württembergische Westbahn (Stuttgart-Bruchsal, 1853-1920).

So entsteht im Laufe der Zeit die imposante, steile Felswand, die auffällig viele Ceratideneinschlüsse enthält. Der Abbau an der Burg Löffelstelz endet 1899 - wohl aus Sicherheitsgründen. Im Jahr 2004 droht die Südwestseite der Burganlage abzurutschen. Im Rahmen der Sanierung werden Hangsicherungsmaßnahmen erforderlich. Mittlerweile ist die Felsenkulisse als Naturdenkmal geschützt (s. Fachliche Details).

Hinweise für Besucher: Das Geotop ist nur im unteren Bereich hinter den Wohnhäusern zugänglich. Die Ruine Löffelstelz ist von Anfang April bis Oktober an Sonn- und Feiertagen zwischen 14:00  und 17:00 Uhr kostenlos zu besichtigen. Auch Führungen und kulturelle Veranstaltungen befinden sich im Angebot. Vom 09. Mai bis 13. September 2015 findet in Mühlacker die "Gartenschau Enzgärten" statt (s. weiterführende Links).

Kartenansicht Google.Maps (weitere Bilder)

Übersicht:

1 Muschelkalk-Prallhang der Enz unterhalb der Burg Löffelstelz