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NSG, LSG Bauschlotter Au
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Bauschlotter Au
Bauschlotter Au, Wiesen und Wälder
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Bild: NSG Bauschlotter Au (Enzkreis)
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Besondere Beachtung verdienen auch die Hecken und Gehölze im Norden des Gebietes westlich des Ötisheimer Wegs.

NSG, LSG Bauschlotter Au:
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Übersicht
 

Natur- und Landschaftsschutzgebiet Bauschlotter Au (Enzkreis)

 
Bild: NSG Bauschlotter Au
NSG Bauschlotter Au (Enzkreis)
(© M. Linnenbach)

Blick auf die offene, von wenigen Gehölzen strukturierte Wiesenlandschaft im Talursprung des Erlenbaches (Aufn. April 2015). Die Bauschlotter Au ist klimatisch betrachtet,Teil des Übergangs zwischen dem Neckar-Becken, der Oberen Gäue und dem Kraichgau. Das 192 ha große Schutzgebiet ist vor allem aus vogelkundlicher Sicht bemerkenswert.

 
Bild: NSG Bauschlotter Au, Frühling 2015, Enzkreis
Der Erlenbach im Bereich des NSG Bauschlotter Au
(© M. Linnenbach)

Das 1999 ausgewiesene Natur- und Landschaftsschutzgebiet „Bauschlotter Au" gehört großräumig zur naturräumlichen Haupteinheit Gäuplatten im Neckar- und Tauberland. Hier am Rand der Bauschlotter Platte *) zwischen Kraichgau und Strombergvorland sind die Böden durch eiszeitlich herangewehte Ablagerungen von Lößsedimenten recht fruchtbar. Wie bei den benachbart gelegenen Neulinger Dolinen, besteht der Untergrund aus den Gesteinen des Oberen Muschelkalks und des Unteren Keupers. Stellenweise können auch hier Verkarstungen in den tieferen Bodenschichten auftreten. Zu größeren Erdfällen wie bei Eisingen (Eisinger Löcher) oder Neulingen ist es in der Bauschlotter Au allerdings noch nicht gekommen. Nennenswerte Erdfälle haben sich bislang nur bei Mühlacker-Lomersheim ereignet.

Während die Wiesen im Talgrund des Erlenbachs mehr oder weniger intensiv bewirtschaftet werden, sind viele in den Westhängen und auch einige in den Nordhängen durch extensive Nutzung vergleichsweise mager. Die weite, offene Niederungslandschaft  zwischen Bauschlott und Ölbronn-Dürrn ist vor allem aus vogelkundlicher Sicht schützenswert.Sowohl unter den Durchzüglern als auch unter den Brutvögeln finden sich zahlreiche seltene Arten. Zu nennen wären die Wiesenvögel:

  • Weißstorch, Rebhuhn, Bekassine (Durchzügler), Rohrweihe, Kornweihe und Wiesenweihe.

An den Graben- und Bachrändern:

  • Rohrammer, Teichrohrsänger sowie Sumpfrohrsänger

Wertgebend für die Heckenbereiche sind:

  • Gartengrasmücke, Mönchsgrasmücke, Dorngrasmücke, Klappergrasmücke und Neuntöter

Bedeutende Vogelarten der Waldbereiche sind:

  • Baumfalke, Waldschnepfe, Mittelspecht und Halsbandschnäpper.

Auf den wechselfeuchten Wiesen mit Großem und Kleinem Wiesenknopf  fliegen sowohl der Dunkle als auch der Helle Wiesenknopf-Ameisen-Bläuling (beides FFH-Arten). An den feuchten, nicht mehr bewirtschafteten Standorten entlang des Erlenbachs sind kleinflächig uferbegleitend Mädesüß-Uferfluren anzutreffen. Hier finden sich im späten Frühjahr der Mädesüß-Perlmutterfalter, das Weibindige Wiesenvögelchen sowie der Wegerich-Scheckenfalter. Im Erlenbach kann man an strömungsberuhigten Gewässerabschnitten den Dreistachligen Stichling, die Malermuschel sowie den Grasfrosch beobachten. Eine kleine botanische Kostbarkeit vor Ort ist die Schachbrettblume (Fritillaria meleagris), sie blüht im April.


*) ca. 80 Quadratkilometer große, wasserarme Karsthochfläche im nordwestlichen Enzkreis.