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Altholzkategorie A I - A IV
Altholzkategorien und Aufbereitung
Sperrmüll ist ein Mischabfall mit einem hohen Altholzanteil.
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Bild: Sperrmüll
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Sperrmüll hat einen hohen Holzanteil. Das Altholz wird separiert, sortiert und verwertet.

Sperrmüll

Als Sperrmüll werden Abfälle aus Haushalten bezeichnet, die auch nach zumutbarer Zerkleinerung aufgrund ihrer Größe und Form nicht in die Abfalltonnen passen. Sie werden getrennt vom übrigen Hausmüll gesammelt und abtransportiert. Sperrmüll besteht aus vielen Abfallfraktionen, der Altholzanteil überwiegt meistens mit über 50 %.

Je nach Kommune wird der Sperrmüll als Straßensammlung abgeholt oder an Sammelstellen als Mischfraktion erfasst. Die Abholung erfolgt vielerorts auf Anmeldung, nur in wenigen Landkreisen gibt es eine regelmäßige Straßensammlung. Über Einzelheiten zur Sammlung informieren Sie sich bitte bei Ihrem Abfallwirtschaftsbetrieb.

Der größte Teil (60%) des Sperrmülls wird energetisch verwertet. Der restliche Anteil wird wiederverwendet oder stofflich verwertet.

 
 

Holz ist Werkstoff und Energieträger

Bild: unsortiertes Altholz
Altholzgemisch muss vor der Verwertung sortiert werden.
(© Autor: ABAG-itm)

Altholzabfälle, die als Mischfraktion beim Aufbereitungsbetrieb angeliefert werden, müssen entsprechend ihres Schadstoffgehaltes in die Altholzkategorien A I - A IV sortiert werden. Erst dann kann eine ordnungsgemäße Verwertung entsprechend der Kategorie erfolgen.

Holz ist der wichtigste nachwachsende Rohstoff, ein unersetzlicher Bau- und Werkstoff sowie ein Energieträger. „Altholz" ist Abfallholz und kann als Sekundärrohstoff stofflich und energetisch verwertet werden.

Altholz kann grundsätzlich in Kaskaden genutzt werden, also vor einer energetischen Verwertung als Werkstoff recycelt werden. Aufgrund seiner Verwertungsmöglichkeiten zum Beispiel zur Herstellung von Spanplatten ist es ein wichtiger Rohstoff für holzverarbeitende Betriebe.

Für die Verwertungsmöglichkeiten von Altholz ist dessen Schadstoffgehalt entscheidend. Altholz wird entsprechend des Schadstoffgehaltes vier Altholzkategorien zugeordnet. Für die Verwertung anfallender Althölzer ist die Einteilung nach der Altholzkategorie ein erster und unverzichtbarer Schritt. Zusätzlich wird zwischen verschiedenen Abfallarten aus Holz unterschieden.

Im Jahr 2013 belief sich der Altholzanteil im kommunalen Abfallaufkommen in Baden-Württemberg auf 254.000 Tonnen. Pro Person bedeutete dies eine Altholzmenge von fast 24 kg im Jahr.

Altholzaufbereitung

Zahlreiche Sortierbetriebe in Baden-Württemberg bereiten die Altholzfraktionen für die stoffliche und energetische Verwertung vor. Zunächst sammeln sie die unterschiedlich belasteten Holzabfälle und sortieren diese entsprechend den Vorgaben des Kreislaufwirtschaftsgesetzes nach ihrer möglichen Schadstoffbelastung. Denn nur so können Schadstoffe nachhaltig aus dem Kreislauf ausgeschleust werden.

Anschließend wird das Altholz für die stoffliche oder die energetische Verwertung aufbereitet. Das Altholz wird mit einem langsam laufenden Walzenbrecher zerkleinert, größere Störstoffe werden von Hand aussortiert und Metalle mit Überbandmagneten herausgeholt. Danach wird das Altholz fein zerkleinert und durch Sieben (Trommelsieb) klassiert. Im Laufe des Aufbereitungsprozesses werden noch verbliebene Störstoffe durch Windsichtung, weitere Magnetabscheider und Nicht-Eisenmetallabscheider entfernt.

Altholz der Kategorie A I und A II kann zu Holzhackschnitzeln und Holzspänen für die Herstellung von Holzwerkstoffen wie Spanplatten aufbereitet werden. Weitere stoffliche Verwertungswege sind die Herstellung von Aktivkohle und Synthesegas für chemische Nutzungen..