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Schwarzwaldmoore
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Schwarzwaldmoore
Blick auf den Hohlohsee, Kaltenbronn (Ldkr. Rastatt)
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Bild: Hohlohsee, Hochmoor
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Typisches, aber durch Eingriffe des Menschen stark verändertes Hochmoor. Durch intensive Flößerei und Köhlerei wurden die Kaltenbronner Waldungen rund um das Moor abgeholzt und verwüstet. Nach starken Regenfällen durchbricht der Hohlohsee 1880 sein Nordufer und laüft über den angrenzenden Kegelbach leer. Seither wird der Moorsee künstlich aufgestaut. 1940 erfolgt die Ausweisung als Naturschutzgebiet.

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Schwarzwaldmoore:
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Schwarzwaldmoore: Geologie

 

Geologie

Der im Jungtertiär – Pleistozän – gehobene Schwarzwald wurde gewissermaßen wie in einer riesigen Wellenbewegung unterschiedlich gefaltet und gewölbt. Am intensivsten wurde hiervon der Südschwarzwald mit dem Feldberg als höchstes Zentrum (1493 m) erfasst, weniger heftig dagegen das Gebiet um die Hornisgrinde (1.164 m). Die westliche Flanke steigt vom Rheintal steil an bis in Höhen von über 1000 Meter. Der östliche Teil ist eine nach Osten geneigte Hochfläche, die tief von eingekerbten, steilen Tälern unterbrochen wird.

Im Grundgebirge herrschen Gneise vor, in die im Zuge älterer Gebirgsbildungen mehrere große Granitkörper eingedrungen sind, so zwischen dem Kinzig- und dem Mittlerem Murgtal. Mit den magmatischen Erscheinungen war die Bildung von Erzlagerstätten verbunden, die der Mensch z.T. dann bergbaulich nutzte. Weiterhin erwähnenswert sind die Senken im Rotliegenden, wie beispielsweise die Baden-Badener Senke, mit den teils mächtigen Quarzporphyr- und Tuffdecken (aufgeschlossen am Felsmassiv Battert, im Stadtkreis Baden-Baden). Bei den Nordschwarzwälder Graniten sind häufig außergewöhnlich große, milchig-weiße Feldspatkristalle zu beobachten. Diese einsprenglingsartigen Großkristalle verleihen dem Gestein ein porphyrartiges Aussehen.

Über dem kristallinen Sockel (Grundgebirge) erhebt sich im Nordschwarzwald und in den angrenzenden Teilen des Mittleren Schwarzwaldes das Buntsandstein -Deckgebirge mit markanten Stufen. Widerstandsfähigste Deckschicht auf der Stufenfläche der durch die Murgzuflüsse stark aufgelösten Grindenhöhen und der geschlossenen Enzhöhen ist das verkieselte Hauptkonglomerat (Mittlerer Buntsandstein). Nach Osten und Norden schließen sich die Platten des Oberen Buntsandsteins an (Plattensandsteine und Röttone). Südlich der Kinzig verschmälert sich der Buntsandstein auf einen Randsaum im Osten des Gebirges.

Im Schwarzwald treten zahlreiche Erz- und Mineralgänge auf. Bereits von den Römern sind Spuren des Bergbaus bekannt, der diesen Gängen, vor allem den Silbererzen, galt. Eine erste Blütezeit war das Mittelalter. Noch heute sind Stollen, Mundlöcher und Halden aus dieser Zeit zu finden. Die wirtschaftliche Bedeutung der Bodenschätze war zeitweise starken Schwankungen ausgesetzt, wie aus den heute noch erhaltenen Dokumenten des Bergbaus ersichtlich ist. Heute ist der Abbau fast überall zum Erliegen gekommen und hat nur noch örtlich eine gewisse Bedeutung.

Es gilt als erwiesen, dass der Schwarzwald während der Hochphasen der Riß- und Würmeiszeit (also vor ca. 120.000 – 10.000 Jahren) stark vergletschert war. Der glaziale Formenschatz beschränkt sich heutzutage hauptsächlich auf die bekannten und zum Teil stark touristisch erschlossenen Karseen (wie Mummelsee, Feldsee, Schurmsee, Glaswaldsee, etc.).

Bild: Feldberg, Luftbild
Das aufgefaltete Feldberg-Massiv (Breisgau-Hochschwarzwald)
(© LUBW, Autor: R. Steinmetz)

Das aufgefaltete Feldberg-Massiv (1.493 m üNN.) von Westen aus betrachtet. Der Gebirgsstock im Naturraum Hochschwarzwald zählt zum kristallinen Grundgebirge. Die Niederschläge erreichen nahezu 2.000 mm jährlich Sie liegen im Schnitt  jedoch etwas niedriger als im Nordschwarzwald.