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Römische Badruine Badenweiler
Römische Badruine Badenweiler (Breisgau-Hochschwarzwald)
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Bild: Römische Badruine Badenweiler
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DIe Überreste des Römische Bads aus dem 1. bis 3 Jh. n. Chr. wurden 1784 entdeckt. Bereits kurz nach der Entdeckung wurde die Anlage durch ein Dach geschützt, das 2001 durch eine moderne, begehbare Glaskonstruktion ersetzt wurde.

weitere Infos:

Badenweiler Thermen & Touristik GmbH
Kaiserstraße 5
79410 Badenweiler

Die Römische Badruine ist ganzjährig geöffnet:
April - Oktober:
10.00 - 19.00 Uhr
November - März:
10.00 - 17.00 Uhr

Römerbad Badenweiler:
Weitere Informationen
 
Übersicht
 

Römische Badruine Badenweiler

 
Bild: Römische Badruine Badenweiler
Überdachte Römische Badruine im Kurpark Badenweiler
(© Dorothea Baier)
 
Bild: Römische Badruine Badenweiler, Weihestein
Geborgener Römischer Weihestein
(© public domain, Autor: Xocolatl )

Das Römerbad war der Göttin Diana Abnobae geweiht, wie der Grabungsfund eines Weihesteins in der Therme nahe legt. Der Kult der Jagdgöttin Diana war damals mit dem Kult der keltischen Schwarzwaldgöttin Abnobae verschmolzen.

Das Römische Bad aus dem 1. bis 3 Jh. n. Chr. bei Badenweiler wurde 1784 entdeckt. Es ist als Glücksfall zu werten, dass der archäologisch interessierte Hofrat Wilhelm Freiherr von Edelsheim (1737-1793), seinerzeit auch Minister des Markgrafen Karl-Friedrich von Baden, die historische Bedeutung der Ruine sofort erkannte. Er verhinderte, dass das Bodendenkmal als Steinbruch genutzt und abgetragen wurde. Darüber hinaus sorgte er dafür, dass Mittel für die weiteren Ausgrabungs- und Bergungsarbeiten zur Verfügung gestellt wurden. Zudem erstellte der Freiherr den ersten wissenschaftlichen Grabungsbericht, der in Baden-Württemberg überliefert ist.

Die Ausgrabungen am Hang des Klemmbachtals brachten umfangreiche Überreste an Gebäuden, Wasserleitungen und Einrichtungsgegenstände - stellenweise sogar Badeutensilien - zu Tage. Nach Ende der archäologischen Arbeiten war ein Thermalbad, mit einer Ausdehnung von ca. 65 x 34 m, bestehend aus vier großen Wasserbecken, an die sich Schwitzräume und Kaltwasserbecken sowie Umkleide- und Ruheräume anschlossen, freigelegt. Das offensichlich mehrmals erweiterte Badehaus bildete einst den Kern einer größeren römischen Siedlung, deren Namen allerdings unbekannt ist.

Das Thermalwasser für die Anlage bezog man aus den naheliegenden Quellen des Schwarzwalds. Dazu wurde das Wasser über Aquädukte und danach über Wasserleitungen aus Holz oder Ton direkt in die Wasserbecken geleitet. Noch heute ergießen sich in Badenweiler täglich rund 1.000 m3 Thermalwasser!

Schon kurz nach ihrer Entdeckung wurde die gesamte Anlage durch eine Überdachung geschützt, die 1828 durch einen Sturm zerstört wurde. Erst Mitte des 19. Jh. schützte wieder ein Dach die antiken Bauwerke. Mit der Gründung des Kurparks um 1850 und dessen Erweiterung im Jahr 1870 befindet sich das Römerbad heute inmitten der attraktiven Kur- und Parkanlagen von Badenweiler. Die einstige hölzerne Überdeckung wurde 2001 durch eine moderne, für den Besucher begehbare Glaskonstruktion ersetzt. Über einen Steg kann der Besucher die Mauerreste besichtigen. Zahlreiche Vitrinen und Informationstafeln präsentieren viel Wissenswertes über die römische Badekultur. Die Römerbadruine zählt zu den landeseigenen Monumenten und wird von der Einrichtung Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg betreut.

Hinweise für Besucher: Den begehbaren Abwasserkanal der Badruine kann man im Rahmen einer Führung besichtigen. Sie findet ganzjährig Sonntags  um 11 Uhr sowie von März bis Oktober jeweils Dienstags bzw. Donnerstags um 16 Uhr statt. Empfehlenswert ist auch der mobile Führer der Stadt Badenweiler für das Smartphone (s. Link).

 


 

Literatur:

Heinz, W. (1979): Die römische Thermenruine von Badenweiler und die Probleme ihrer Konservierung. In: Denkmalpflege in Baden-Württemberg, 8. Jg., Heft 4, S. 165-169.