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Boden und Ernährung
Weinanbau in Baden-Württemberg
Weinberge bei Lauda-Königshofen-Gerlachsheim im Tauberland
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Bild: Weinberge im Tauberland TP_BGL9_10_174
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Die Weinberge im nördlichsten Anbaugebiet Badens sind heute wegen der relativ kurzen Vegetationsperiode und der Gefahr von Spätfrösten ausschließlich auf die besten Süd- und Südwestlagen beschränkt. Im Sommer fällt wenig Niederschlag und dieser oft als Starkregen, der z. T. oberflächlich abfließt und dem Pflanzenwachstum nicht zur Verfügung steht, sodass auch Trockenheit auf den steinigen Muschelkalkböden zum Problem werden kann.

 

Weinbau

Regionen:

Baden - Es gilt als das "südlichste" und ausdehnungsmäßig längste Anbaugebiet. Es beginnt nördlich von Heidelberg und erstreckt sich bis nach Meersburg. Die klimatischen und geologischen Unterschiede sind daher beträchtlich. Die Bodenarten reichen von Kies über Kreide, Lehm, Löß, Vulkangestein bis zum Muschelkalk. Entsprechend vilefältig sind auch die badischen Weine im Geschmack.

Württemberg - Zwischen Reutlingen im Süden und Bad Mergentheim im Norden liegen die schwäbischen Weinberge (bzw. Weingärten) an den Hängen des Neckars und seiner zahlreichen Nebenflüsse. Sie weisen vielfältige Klima- und Bodenverhältnisse auf. Rund 60% der Reben stocken in Württemberg auf Keuper, weitere 20% auf Muschelkalk.

 

Tag des Bodens 2014 Baden-Württemberg

 

Internationaler Tag des Bodens 2014 in Baden-Baden Neuweier

 
Bild: Internationaler Tag des Bodens 2014, Exkursion
Internationaler Tag des Bodens 2014 in Baden-Baden Neuweier
(© RP Ka )

Neben Vorträgen zum Thema Boden und Wein wurden auch Exkursionen in die nähere Umgebung angeboten.

 
Bild: Internationaler Tag des Bodens 2014, Farben der Erde
Farben der Erde
(© RP Ka )

Ausgangsmaterial für die Farben ist feinkörniges Bodenmaterial, aus regional unterschiedlicher Herkunft.

 
Bild: Internationaler Tag des Bodens 2014
Internationaler Tag des Bodens 2014, Preisverleihung
(© RP Ka )

Am 7.10.2014 fand anlässlich des 10. Internationalen Tag des Bodens die zentrale Veranstaltung für Baden-Württemberg in Baden-Baden-Neuweier statt. Das Regierungspräsidium Karlsruhe organisierte zusammen mit der Stadt Baden-Baden und vielen Partnerorganisationen ein abwechslungsreiches Programm. Das Baden Badener Rebland bot eine ideale Kulisse sich dem „Weinbergsboden" als Boden des Jahres 2014 zu nähern.

Sowohl in der Begrüßungsrede von Regierungsvizepräsidentin Gabriele Mühlstädt-Grimm als auch im Grußwort der Oberbürgermeisterin Margret Mergen wurde deutlich, wie wichtig der Schutz unserer Böden und Bodenbewusstsein sind. Beide erinnerten daran, dass in Zukunft sorgfältiger mit den Böden umgegangen werden müsse, um sie für die nachfolgenden Generationen zu bewahren. Die Folgen eines unachtsamen Umgangs zeige die aktuelle Thematik der PFC-Belastung in Baden-Baden und im Landkreis Rastatt.

Im Saal der Winzergenossenschaft moderierte Herr Jany (ZDF) die Vortragsreihe zur Thematik Weinbergsboden, Terroir und Bodenschutz - welche Rolle spielt der Boden für den Wein, welchen Einflüssen und Gefährdungen unterliegt er. Im Eröffnungsvortrag schilderte der Theologe Prof Dr. Riede, dass Bodenpflege bereits in alttestamentarischen Zeiten eine große Rolle gespielt hat. Über den Zusammenhang zwischen Boden und Terroir referierte Dr. Dietmar Rupp von der staatlichen Lehr- und Versuchsanstalt Weinsberg. Er stellte kritisch die Frage „was ist Mythos und was Realität beim Thema Terroir". Der Badische Weinbaupräsident Herr Kilian Schneider erläuterte an Praxisbeispielen Bodenschutzmaßnahmen in badischen Weinbergen. Ebenfalls aus praktischer Sicht setzte sich der Winzer Volker Maier mit der Nährstoff- und Humusversorgung im Weinbau auseinander. Die beiden letzten Referate von Prof. Dr. Werner Konold von der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg und Herrn Michael Heck von der staatlichen Lehr- und Versuchsanstalt für Gartenbau in Heidelberg beschäftigten sich mit historischen Betrachtungen des Terrassenbaus im Weinbau sowie dem Erhalt und der Sanierung von Weinbergstrockenmauern.

Auf der Exkursion in die angrenzenden Weinberge konnte an Hand der angelegten Profilgrube das Bodenprofil des Weinbergsbodens aus Granitzersatz besichtigt werden. An weiteren drei Lackprofilen wurden zusätzlich typische Horizontabfolgen der Weinbergsböden dargestellt. Die Mitarbeiter des LGRB stellten beide Themen vor. Korrespondierend zu den Bodenprofilen bestand anschließend die Möglichkeit im Rahmen einer kleinen Weinverkostung das theoretisch erworbene Wissen zum Thema Terroir zu erschmecken. Durch die Datenbank des LGRB konnten sich die Besucher mit dem Weinbauatlas auf eine visuelle Reise durch die Weinberge Baden-Württembergs begeben. Frau Dr. Monika Riedel vom Weinbau-Institut Freiburg verdeutlichte mit einer umfassenden Auswahl an Weinberg-Gesteinsproben die Vielfalt an Gesteinen auf denen Reben wachsen können.

Die LUBW und das LTZ untersuchten von Besuchern mitgebrachte Bodenproben auf Schwermetalle und Nährstoffe. Weiterhin bot eine umfassende Landesausstellung zum Thema Bodenschutz einen ausführlichen Einblick in die vielschichtige Thematik, unter anderem zu Flächenrecycling, Altlasten und Hinterhofversiegelung. Beim Informationsstand des Bundesverbandes Boden gab es neben allgemeinen Informationen zu Böden und Bodenschutz auch die druckfrischen Plakate und Flyer zum Boden des Jahres 2015.

Gemeinsam mit einer Künstlerin erarbeiteten Kinder und Erwachsene ein dreiteiliges aus Erdfarben gemaltes Bodenbild, welches die Weinberge aus dem Baden-Badener Rebland wiederspiegelt und abschließend dem Publikum präsentiert wurde.

Alle Besucher hatten die Möglichkeit das erworbene Wissen und die Informationen bei der richtigen Beantwortung von Fachfragen zu den Aktionsständen im Bodenquiz einzusetzen, um attraktive  Preise rund um das Thema Boden und Wein zu gewinnen. Zum Tagesabschluss erfolgte dann die große Verlosung der Preise.