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Besucherbergwerk Frischglück
Erzgang mit Baryt (Schwerspat) ausgekleidet
Bild: Besucherbergwerk Neuenbürg (Enzkreis)
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Bräunlich gefärbtes Eisenerz umgeben von weißen Barytadern.

Besucherbergwerk Frischglück:
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Besucherbergwerk Frischglück

 

Grube ''Frischglück'' bei Neuenbürg im Nordschwarzwald

Bild: Besucherbergwerk Neuenbürg
Besucherbergwerk Neuenbürg (Enzkreis)
(© LGRB, Autor: Stadt Neuenbürg)

Der Rundgang durch das Bergwerk erstreckt sich über drei Sohlen und führt zu vielen beeindruckenden Sehenswürdigkeiten. Eine Führung dauert ca. 60 Minuten.

Das Besucherbergwerk "Frischglück" ist eine historische Abbaustätte im ehemaligen Neuenbürger Bergbaurevier. Schon Kelten und Römer haben hier die Waldflächen gerodet, um nach Erz zu graben und Eisen zu schmelzen. Hervorzuheben ist der archäologische Nachweis von zahlreichen keltischen Rennöfen, die noch aus dem 5. Jh. v. Chr. stammen. Den Rennöfen entnahm man die so genannte Luppe, einer verschmolzenen Eisenverbindung, die immer noch Schlackenreste enthielt.

Insbesondere im Zeitraum von 1720 bis 1868 wurde in der Umgebung von Neuenbürg intensiver Bergbau betrieben. Dabei konnte im Gestein an mehr als 60 Stellen Eisenerz von hoher Qualität aufgefunden werden, das hier als sog. Brauneisenstein (Brauner Glaskopf) zusammen mit Schwerspat (Baryt, BaSO4) den Großteil der Gangfüllungen ausmacht. Zeitweise verdienten bis zu 38 Bergleute in den Gruben ihr tägliches Brot. 1869 kam der Erzbergbau bei Neuenbürg nach über 100 Jahren, aufgrund der geringer werdenden Vorkommen, vollständig zum Erliegen, ebenso wie die Verhüttung in Pforzheim und Friedrichstal. Gruben und Stollen gerieten in Vergessenheit.

Mit Gründung der Arbeitsgemeinschaft Neuenbürger Bergbau e. V. im Jahr 1979, konnten bis 1985 in über 22.000 freiwilligen Arbeitsstunden die teilweise verstürzten Stollen frei gelegt und wieder zugänglich gemacht werden. Am 30. März 1985 wurde die Grube "Frischglück" offiziell als Besucherbergwerk zugelassen und für den Publikumsverkehr geöffnet. Seither erfreut sich das Bergwerk großer Beliebtheit.

Ein Rundgang durch das Stollensystem führt zu vielen interessanten Bereichen, die das Ausmaß der hohen Arbeitsleistung der Bergleute aufzeigen, aber auch die tägliche Mühsal und die schwierige Abbautechnik der damaligen Arbeitswelt.

Hinweise für Besucher: Ein Parkplatz für Busse und Pkw mit Hinweisschildern für Wanderer und Ausflügler befindet sich direkt an der K 4581 (s. Karte). Aufgrund der konstanten Temperaturen von 8°C und der hohen Luftfeuchtigkeit von ca. 97% im Stollen ist es ratsam, warme Kleidung (lange Hosen und Pullover) und festes Schuhwerk zu tragen (Öffnungszeiten und Anfahrt s. weiterführender Link). Kinder können ihre Fahrradhelme mitbringen und statt der Minenhelme benutzen (gilt für alle Führungen, an denen Kinder teilnehmen können).

Die Begehung der Stollensysteme ist nicht barrierefrei.

Hammer und Schlägel

Kartenansicht Google Maps (weitere Bilder)