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Steinbruch und Schotterwerk Dallau
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Kalksteinbruch und Schotterwerk Dallau
Steinbruch Dallau, stillgelegter Bereich mit beginnender Sukzession
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Bild: Muschelkalksteinbruch Dallau,
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Steinbruch und Schotterwerk Dallau:
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Steinbruch und Schotterwerk Dallau

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Muschelkalksteinbruch und Schotterwerk Dallau, Neckar-Odenwald-Kreis

 
Bild: Steinbruch Dallau, Neckar-Odenwald-Kreis
Steinbruch und Schotterwerk Dallau (Aufn. 2014)
(© M. Linnenbach)

Muschelkalk Steinbruch Elztal-Dallau im Neckar-Odenwald-Kreis. Bedeutender Steinbruch mit langer Tradition.

Kartenansicht Google Maps

 
Bild: Steinbruch und Schotterwerk Dallau, 1
Steinbruch und Schotterwerk Dallau an der Katzentalerstraße
(© M. Linnenbach)

Förderband für den Gesteinstransport (Aufn. 2014).

An der Straße Dallau-Katzental (K 3949), etwa 600 m südöstlich von Dallau, betreiben die Hohenloher Schotterwerke einen großen Steinbruch vorwiegend im Unteren Muschelkalk. Die im Steinbruch aufgeschlossenen, teilweise über 40 m hohen anstehenden Muschelkalkwände, reichen von der Wellenkalk-Formation (geol.: muW) über den gesamten Unteren Muschelkalk bis in die Lagen des Mittleren Muschelkalk. Der Untere Muschelkalk zeigt dabei auch wichtige Leithorizonte, wie z, B. die Untere und Obere Spiriferinabank oder die Untere und Obere Schaumkalkbank*. In früheren Zeiten, vor der Motorisierung, mussten die hier gebrochenen Steine mit Pferdefuhrwerken mühselig zu den umliegenden Kalköfen transportiert werden, um daraus Branntkalk und Kalkmörtel herzustellen.

Den einstigen Gemeindesteinbruch Dallau pachtete im Jahr 1970 zunächst die Firma Engelhardt aus Künzelsau. Sie begann damit den Abbau zu intensivieren und die Abbauflächen auszudehnen. Nach deren Konkurs 1975, übernahm die Abbaustätte dann das damals neu gegründete Unternehmen der Hohenloher Schotterwerke GmbH & Co. KG.

Mit zur Zeit 58 Mitarbeitern werden hier sämtliche für den Tief- und Straßenbau benötigten Materialien sowie die Zuschlagstoffe für Beton- und Asphaltindustrie und die Sonderprodukte für den Garten- und Landschaftsbau hergestellt (z. B. Mauerblöcke, Wasserbausteine).

Bereits seit mehreren Jahren ist die Firma auch Ansprechpartner für Recyclingbaustoffe. Hierzu werden Baurestmassen angenommen und im Schotterwerk zu hochwertigen Recyclingbaustoffen weiterverarbeitet. In Baden-Württemberg werden mit 3,5 Mio Tonnen Bauschutt und ca. 1,8 Tonnen Straßenaufbruch bereits ca. 10 Prozent des jährlichen Bedarfs wieder verwertet.


* Schaumkalkwand: Bioklastische Bänke mit Intraklasten, Ooiden und Stromatolithen im Unteren Muschelkalk. Sie sind Zeugnisse wandernder Brandungsbarrieren, die vor 230 Mio. Jahren das Wellenkalkwatt vom offenen Meer abgrenzten.

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