Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg
Umweltinformationssystem BW
Hinkelstein, Hemsbach-Balzenbach
Karte
Kartenlegende
Wählen Sie aus:
Suche
Suche in …
Hinkelstein, Hemsbach-Balzenbach
Gesteinsblock aus Baryt-Quarz-Paragenese
(Element 1 von 3: Bild)
Bild: Hinkelstein bei Hemsbach-Balzenbach
Erstes Element Vorheriges Element Bild vergrößern Nächstes Element Letztes Element

Wechsellagerung von Eisen- und Mangan-Erzen in Form von gebänderten Strukturen.

Hinkelstein, Hemsbach-Balzenbach:
Weitere Informationen
Erlebnisort in der Nähe:
 
Übersicht

Hinkelstein, Hemsbach-Balzenbach

 

Bergbauspuren auf dem Hinkelstein bei Hemsbach-Balzenbach (Rhein-Neckar-Kreis)

 
Bild: Hinkelstein bei Hemsbach-Balzenbach
Blick auf den Hinkelstein bei Hemsbach-Balzenbach (Rhein-Neckar-Kreis)
(© M. Linnenbach)

Die Bewaldete Bergkuppe des Hinkelstein, ca. 250 m nordöstlich von Balzenbach, an der Landesgrenze von Baden-Württemberg und Hessen. Die Gipfelregion durchzieht eine ausgeprägte Baryt-Quarz-Ader (BaSO4), die früher im Tagebau abgebaut wurde. Heute sieht man von der Abbaustätte nichts mehr (Aufn. 2014).

 
Bild: Hinkelstein bei Hemsbach-Balzenbach, Baryt
Barytbrocken auf dem Gipfel des Hinkelsteins, Reste des Tagebaus
(© M. Linnenbach)

Schwerspathaltiges Gestein, wird auch Baryt (BaSO4) genannt.

Der 293 m hohe Hinkelstein befindet sich im Bergsträßer Odenwald, ca. 250 m nordöstlich von Hemsbach-Balzenbach, unmittelbar an der Landesgrenze von Baden-Württemberg und Hessen. Die runde, kuppenartige Anhöhe wird überwiegend durch eiszeitliche Lössablagerungen überdeckt. Seinen Gipfel durchzieht eine in West-Ostrichtung verlaufende Baryt-Quarz-Ader, die früher im Tagebau intensiv abgebaut wurde. Vergleichbar mit der Spatschlucht bei Schriesheim wurde das seltene Gestein auch hier in einem nach oben offenen Stollen mit Hammer und Schlegel mühsam gewonnen.

Der anstehende Schwerspat (Bariumsulfat, BaSO4) war als Rohstoff zur Herstellung von Porzellan und bleiweißer Farbe begehrt. Das Mineral zeichnet sich besonders durch seine hohe Beständigkeit gegenüber Säuren und Laugen aus. Neben Baryt kommen am Hinkelstein auch geringe Mengen an Kupfer, Malachit und Enargit im Gestein vor.

Heute erkennt man von der ehemaligen Abbaustätte nichts mehr. Der stillgelegte Barytgang wurde vollständig verfüllt (vermutlich aus Sicherheitsgründen). Letzte Gesteinsbrocken finden sich als Abraum auf dem Gipfel des Hinkelsteins. Sie zeugen von der einstigen Bergbaugeschichte im Odenwald.