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Waldnerturm bei Hemsbach
Schutzgebietstafel Schafhof-Teufelsloch am Waldnerturm
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Bild: Waldnerturm bei Hemsbach, Rhein-Neckar-Kreis
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Eingebettet in das Landschaftsschutzgebiet Südliche Bergstraße westlich der Stadt Hemsbach liegt das 1991 ausgewiesene Naturschutzgebiet „Schafhof-Teufelsloch". Naturräumlich gehört es in die Einheit „Mittlere Bergstraße", geologisch zählt es zum „Bergsträßer Odenwald".

Waldnerturm, Hemsbach:
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Der Waldnerturm, beliebter Aussichtspunkt am Schafhof bei Hemsbach

 
Bild: Waldnerturm bei Hemsbach, Rhein-Neckar-Kreis
Waldnerturm bei Hemsbach (Rhein-Neckar-Kreis)
(© LUBW, Autor: M. Linnenbach)

Der Waldnerturm bei Hemsbach im Vorderen Odenwald wurde im 19. Jh. erbaut. Der ca. 10 m hohe Turm trägt den Namen des Adelgeschlechts Waldner von Freundstein, das auch den Schafhof (Waldnerhof) unterhalb einst besaß. Heute ist das Bauwerk ein öffentlich begehbarer Aussichtsturm mit gutem Ausblick in die Nördliche Oberrheinebene und auf den hessischen Odenwald (Aufn. 2014).

Kartenansicht Google.Maps (hier: weitere Fotos vom Waldnerturm).

 
Bild: Waldnerturm bei Hemsbach, Rhein-Neckar-Kreis, LSG
Waldnerturm an der Landesgrenze zu Hessen
(© C. Antesberger)

Der Waldnerturm (auch Vier-Ritterturm genannt) in landschaftlich attraktiver Umgebung (hier: Landschaftsschutzgebiet Südliche Bergstraße und Naturschutzgebiet Schafhof-Teufelsloch).

Der Waldnerturm im Bergsträßer Odenwald wurde Mitte des 19. Jh. im Stil eines mittelalterlichen Wachturms erbaut. Bis heute trägt das quadratische Bauwerk den Namen seiner Erbauer, dem elsässischen Adelsgeschlecht Waldner von Freundstein*, das 1837 auch den naheliegenden Schafhof (Waldnerhof) erwarb und bewirtschaften ließ. Die Baumaterialien, Granit für das Mauerwerk und Buntsandstein für die Tor- und Fensterbögen, beschaffte man aus der unmittelbaren Umgebung, vermutlich aus den Steinbrüchen der benachbarten Ortschaft Nieder-Liebersbach. Eine ursprünglich angebaute Küche diente zusammen mit dem Turm als Veranstaltungsort und Rastplatz für adelige Jagdgesellschaften. Heute ist das Gebäude ein öffentlich begehbarer Aussichtsturm an der Landesgrenze zu Hessen mit herrlichen Ausblicken auf die Rheinebene und den Odenwald. Für den Erhalt und die Pflege des Denkmals sorgt die Stadt Hemsbach in Zusammenarbeit mit dem Odenwaldklub.

Der Waldnerturm wird wegen seiner Ritterskulpturen, die in den 4 Ecken der Turmspitze eingelassen sind, auch Vier-Ritter-Turm genannt. Die Skulpturen orientieren sich exakt nach den 4 Himmelsrichtungen. Inzwischen sind die in Stein gemeißelten Bildnisse stark verwittert. Wind und Wetter haben dem Sandstein schwer zugesetzt.

An die Westseite des Turms grenzt unmittelbar das 1991 ausgewiesene Naturschutzgebiet Schafhof-Teufelsloch. Eine Schutzgebietstafel des Regierungspräsidiums Karlsruhe weist ausführlich auf die landschaftlichen und ökologischen Besonderheiten der geschützten Fläche hin. Auf engem Raum leben hier zahlreiche wertvolle Tier- und Pflanzenarten. In östlicher Richtung gelangt man zum Bocksberg. In nördlicher Richtung unterhalb des Kreuzbergs befindet sich das Steinerne Ross, eine sehenswerte Felsformation aus Granodiorit.


* Theodor Waldner von Freundstein (* 27. November 1786 in Schweighouse-Thann, Elsass; † 17. Juli 1864 in Weinheim), deutsch-französischer Adeliger und Offizier, hat wohl den Bau des Turms veranlasst.

Übersicht:

1 Der Waldnerturm, beliebter Aussichtspunkt am Schafhof bei Hemsbach