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Steinernes Ross, Balzenbach
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Steinernes Ross von Balzenbach
Hinweistafel zum Naturdenkmal
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Bild: Steinernes Ross
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Steinernes Ross, Balzenbach:
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Übersicht

Steinernes Ross, Balzenbach

 

Steinernes Ross bei Hemsbach-Balzenbach (Rhein-Neckar-Kreis)

 
Bild: Naturdenkmal, Steinernes Ross  (Aufn. Juli 2014)
Steinernes Ross bei Balzenbach (Rhein-Neckar-Kreis)
(© M. Linnenbach)

Das eigenartige Felsengebilde (sog. Wollsackverwitterung) besteht aus Granodiorit, einem Tiefengestein, das aufgrund seiner mineralischen Zusammensetzung eine Zwischenstufe zwischen Granit und Diorit einnimmt.

 
Bild: Naturdenkmal, Steinernes Ross
Naturdenkmal Steinernes Ross
(© LUBW, Autor: M. Linnenbach)

Das eiszeitlich abgelagerte Felsengebilde wird als liegendes Pferd mit Fohlen interpretiert  (Aufn. Juli 2014).

Das Naturdenkmal Steinernes Ross findet sich im Grundgebirgs-Odenwald unterhalb der zertalten Juhöhe, auf der Gemarkung der Stadt Hemsbach. Im Volksmund wird der markante Felsblock auch Steinerner Gaul genannt, da er einem liegendem Pferd ähnelt. Das rundliche Felsengebilde besteht aus Granodiorit, einem Tiefengestein, das aufgrund seiner mineralischen Zusammensetzung eine Zwischenstufe zwischen Granit und Diorit einnimmt. Der tonnenschwere Felsbrocken stammt wohl aus den Gipfellagen der Juhöhe, deren obere Partien durch Wasser und Frost im Laufe Zeit abgetragen wurden. Zurück blieben zahlreiche abgesprengte Felsblöcke, die durch Schmelzwasser in tiefere Lagen transportiert wurden.

Eine steinerne Tafel (Urkunde) am Nordturm der Heppenheimer Pfarrkirche belegt, dass der Steinerne Gaul bereits seit dem Jahr 805 als Genzmarkierung für das Hoheitsgebiet des Klosters Lorsch diente. Heute liegt das geschützte Geotop auf der Landesgrenze zwischen Baden-Württemberg und Hessen. Geografisch zählt die Fläche noch zum Rhein-Neckar-Kreis.

Schon für die Kelten war dies hier ein heiliger Ort. Sie verehrten Pferde und wählten möglicherweise aus diesem Grund diese Lokalität als Kultstätte aus. Einige Meter vom Steinernen Ross entfernt befindet sich ein großer Felsblock mit flacher Oberfläche - möglicherweise ein ehemaliger Altarstein der Kelten.

Hinweise für Besucher: Vom Wanderparkplatz "Schaumesklinge" aus, geht es geradeaus in den Wald auf den Pfalzgrafenbuschweg. Bei der nächsten Weggabel folgt man dem linken Weg, der steil in Richtung Juhöhe führt. Bei der nächsten Kreuzung geht es rechts in den Postwiesenweg. Nach etwa 250 m folgt man dem schmalen Pfad auf der linken Seite. Nach kurzer Steigung erreicht man das Naturdenkmal. Zur besseren Orientierung für die Wanderung hier noch die Koordinaten von Google Maps: 49.600242, 8.681425