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Gickelsfelsen, Neckargerach. Naturdenkmal
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Gickelsfelsen, Neckargerach
Schutzhütte mit Ruhebank
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Bild: Gickelsfelsen, Neckargerach (Neckar-Odenwald-Kreis)
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Gickelsfelsen, Neckargerach. Naturdenkmal:
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Gickelsfelsen, Neckargerach. Naturdenkmal

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Der Gickelsfelsen bei Neckargerach (Neckar-Odenwald-Kreis)

 
Bild: Gickelsfelsen, Neckargerach
Gickelsfelsen, Neckargerach (Neckar-Odenwald-Kreis)
(© M. Linnenbach)

Der Gickelsfelsen am südlichen Ortsrand von Neckargerach stellt eine natürliche Felspartie des Mittleren Buntsandsteins am Prallhang des Neckars dar. Der Felsen wurde durch die frühere Erosionstätigkeit des Flusses freigelegt.

 
Bild: Gickelsfelsen, Neckargerach (Neckar-Odenwald-Kreis)
Gickelsfelsen, Aussichtspunkt auf dem Felskopf
(© M. Linnenbach)

Blick vom Gickelsfels in Richtung Nordwest auf den Mittelberg, ein ehemaliger Umlaufberg des Neckars.

Die Gemeinde Neckargerach im Sandstein-Odenwald erstreckt sich beiderseits des Neckars. Die Gemarkung besteht aus zwei topografisch unterschiedlichen Bereichen:

  • Im Norden und Osten grenzt sie an die steilen Neckarprallhänge am Gert- und am Gickelsberg. Hier haben sich jeweils der Seebach aus dem Robener See und der Flursbach in der Margaretenschlucht tief in den Oberen und Mittleren Buntsandstein eingeschnitten.
  • Die Gemarkung im Südwesten dagegen umfasst im Wesentlichen den Mittelberg, einst ein Umlaufberg des Neckars der ehemaligen Neckarschleife bei Guttenbach. Der stellenweise von Schwemmlöss bedeckte Mittelberg verfügt über eine colline, rundliche Ausprägung. Im Untergrund steht auch hier Oberer Buntsandstein an.

Der als Naturdenkmal ausgewiesene Gickelsfelsen befindet sich am südlichen Ortsrand von Neckargerach. Er stellt eine natürliche Felspartie des Mittleren Buntsandsteins am Prallhang des Neckars dar. Die Felsflächen wurden großflächig durch die frühere Erosionstätigkeit des Flusses freigelegt. Auch der Mensch hat hier in die Felsenlandschaft eingegriffen. Am Fuß des Prallhangs schuf er die Trasse der Neckartalbahn sowie die am Neckarufer verlaufende B 37 (s. Karte). Für beide Baumaßnahmen wurden große Teile am Gickelsberg abgetragen.

Das Felsplateau des Gickelbergs dagegen ist in seiner geologischen Ausprägung noch ursprünglich und stellenweise dicht bewaldet. Eichen und Hainbuchen zeigen hier merkwürdige Wuchsformen. Es sind Spuren der ehemaligen Niederwaldbewirtschaftung, die in vielen Gegenden des Odenwalds üblich war. Dazu werden die Bäume bereits nach 15 bis 20  Jahren geschlagen und als Nutzholz weiterverarbeitet. Die Pflanzen reagieren darauf mit untypischen Wuchsformen, wie Verkrümmung und mehrfachem Stockausschlag. So entstehen niedere, gebüschartige Waldflächen, die für den Menschen einfacher nutzbar sind.

Hinweise für Besucher: Der Gickelsfelsen, am Margaretenschlucht-Pfad, ist ein beliebtes Naherholungsgebiet mit Schutzhütte, Grillplatz und kostenlosem Parkplatz. Vom Felskopf aus hat man einen imposanten Ausblick auf das Neckartal und die gegenüberliegende Minneburg. Das Naturdenkmal ist öffentlich zugänglich und leicht erreichbar (s. Karte).