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Römermuseum Stettfeld
Römische Weihesteine (links), sie besaßen ursprünglich ein farbiges Layout.
(Element 1 von 6: Bild)
Bild: Römermuseum Stettfeld, Weihesteine
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Römermuseum Stettfeld:
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Übersicht
 

Geschichte und Umwelt am Oberrhein, das Römermuseum Stettfeld

 
Bild: Römermuseum Stettfeld (Ldkr. Karlsruhe)
Römermuseum Stettfeld am Marcellusplatz
(© M. Linnenbach)

Das Römermuseum Stettfeld der Verbandsgemeinde Ubstadt-Weiher wird ehrenamtlich vom Freundeskreis Römermuseum Stettfeld e.V. betreut (Aufn. 2014).

 
Bild: Römermuseum Stettfeld (Ldkr. Karlsruhe)
Blick in die Ausstellung im Erdgeschoss
(© M. Linnenbach)
 
Bild: Römischer Legionär
Ausrüstung eines römischen Legionärs
(© M. Linnenbach)

Römische Legionäre waren weitgehend einheitlich ausgerüstet. Zur Ausrüstung gehörten ein Kurzschwert, ein Helm, ein Schienenpanzer sowie ein gewölbtes rechteckiges Schild mit dem Wappen der Legion. Dazu kommt noch der typische Gürtel mit Metallbeschlägen. Am ihm sind ein Dolch und ein Riemenschurz befestigt.

Das Römermuseum Stettfeld, neben der Pfarrkirche Sankt Marcellus, beherbergt zahlreiche bedeutende Siedlungsspuren aus der römischen Epoche (1. bis 2. Jh. n. Chr.), die in und um Stettfeld im Laufe der Zeit geborgen wurden. Schon der Name Stettfeld ist wohl ein Hinweis auf die ausgedehnten Trümmerfelder und Lagerstätten dieses bedeutenden römischen Vicus am Oberrhein, der sich seinerzeit unmittelbar an der ehemals stark frequentierten Römerstraße Speyer - Augsburg befand. Nachgewiesen und in Stettfeld geborgen wurden zahlreiche Überreste von Gebäuden (Streifenhäuser), Brunnen und Öfen. So konnten bauliche Strukturen mit aufgehendem Mauerwerk und Fußbodenheizung in den 1950er Jahren. vor allem in der heutigen Lußhardtstraße am Museum freigelegt werden. Kellergewölbe und Mauerzüge aus Buntsandstein fanden sich auch in der Römerstraße. Die Wasserversorgung erfolgte über Ziehbrunnen entweder aus Holz oder Stein. Aufgrund der unmittelbaren Nähe zur damals noch wasserführenden Kinzig-Murg-Rinne waren sie nicht allzu tief. Bei den Ausgrabungsarbeiten fanden sich darin zahlreiche Gegenstände des römischen Alltags.

Um das umfangreiche historische Material zu erhalten und die Betreuung des Römermuseums in Stettfeld zu ermöglichen, wurde 1984 der Freundeskreis Römermuseum Stettfeld gegründet. Die Präsentation der wertvollen Exponate im Museum am Marcellusplatz ist vorbildlich. In zahlreichen Vitrinen und auf großflächigen Infotafeln werden dem Besucher die Landschaftsgeschichte der näheren Umgebung und die römische Kultur in verständlicher Weise näher gebracht. Publikationen und Vortragsreihen vor Ort runden das Angebot für den interessierten Bürger ab.

Im Erdgeschoss befinden sich Keramik-, Glas- und Metall-Funde sowie Skulpturen und Säulen aus Sandstein. Schwerpunktthema im 1. OG ist das 1982 entdeckte Töpfer- und Ziegeleizentrum. Die Ausgrabungen im Zeitraum von 2007 bis 2012 zeigen, dass die Ausdehnung der römischen Anlagen die bisherigen Annahmen bei weitem übertreffen. Dieser nahezu industriell arbeitende Betrieb hat sich bereits damals mit seinen Erzeugnissen einen großen Namen auch außerhalb von Stettfeld geschaffen. Zahlreiche Dachziegel mit dem Stempel LPL (wohl Namenskürzel des Herstellers) lassen sich in einem Umkreis von ca. 40 km nachweisen. Nach Norden ist ihre Verwendung bis nach St.Leon-Rot belegt. In Richtung Süden bis Karlsdorf-Neuthard. Der Transport erfolgte sowohl über die Straße als auch über das Wasser (Kinzig-Murg-Rinne, Kraichbach). Die Verladestation lag wohl am Bruhrain, dem heutigen Wanderweg entlang der Hangkante zum Naturschutzgebiet "Bruch bei Stettfeld" - (s. Kartenansicht).

Öffnungszeiten

Sonntags von  10 - 12 Uhr und 14 - 17 Uhr

Für Besuchergruppen ganzjährig nach telefonischer Vereinbarung: Tel: 07253-5163 bzw. 07251-61714,

Eintritt: Erwachsene 2 €, Schüler und Studenten 1 €