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NSG Kupfermoor
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Kupfermoor
NSG Kupfermoor, Hohe Schlüsselblume (Primula elatior)
(Element 1 von 13: Bild)
Bild: NSG Kupfermoor bei Untermünkheim
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Die Hohe Schlüsselblume (Primula elatior)  bevorzugt feuchte, lockere Böden, auch an schattigen Standorten. Ihre hellgelben Blüten erscheinen von März bis Mai. Sie sind im Vergleich zur Echten Schlüsselblume (Primula veris) etwas größer und heller gefärbt.

Das Kupfermoor am Fuß der Waldenburger Berge (Schwäbisch-Fränkischer-Wald). Naturschutzgebiet.

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NSG Kupfermoor:
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Naturschutzgebiet Kupfermoor (Landkreis Schwäbisch Hall)

 
Bild: Kupfermoor (Ldkr. Schwäbisch Hall)
Erlen-Bruchwald im Kupfermoor
(© M. Linnenbach)

Das Kupfermoor am Fuß der Waldenburger Berge. Naturschutzgebiet seit 1967.

 

 
Bild: NSG Kupfermoor bei Untermünkheim
Kupfermoorbach
(© M. Linnenbach)

Der Quellbach entspringt unmittelbar dem Kupfermoor.

Das 3,7 ha große Kupfermoor am Fuß der Waldenburger Berge ist neben seiner seiner biologischen Bedeutung als Naturrelikt für die heimische Flora und Fauna auch ein einmaliges pflanzengeographisches Bindeglied zwischen den oberschwäbischen Hochmooren und den Schwarzwald-Mooren. Pollenanalysen und Veröffentlichungen der Württembergischen Staatl. Stelle für Naturschutz aus dem Jahr 1925 belegen, dass in der ersten älteren nacheiszeitlichen Periode vor ca. 10.000 Jahren die Waldkiefer der vorherrschende Baum vor Ort war. Erst danach wanderten Birken, Eichen, Ulmen und Linden in die Landschaft im Kochertal ein. Wesentlich später erschienen Fichten und Tannen.

Hier, auf der Muschelkalkplatte der Hohenloher-Haller-Ebene sind Hochmoore extrem selten. Die abflusslose Senke bei Untermünkheim verdankt ihre Entstehung der Auslaugung des anstehenden Gipskeupers, der in der Hohenlohe noch stellenweise verbreitet ist.

Das Kupfermoor liegt unmittelbarer Nähe zu einem stillgelegten Munitionslager aus dem 2. Weltkrieg, das aus Sicherheitsgründen umzäunt ist und bis heute nicht betreten werden darf. Durch die Bombardierungen der Alliierten, sind im Gebiet immer noch zahlreiche Bombentrichter erkennbar. Vermutlich gelangten Sprengkörper auch in den Bereich des Schutzgebiets. Trotz starker Kriegseinwirkungen ist die einmalige Moorfläche erhalten geblieben bzw. konnte sich weitgehend wieder regenerieren.

Im Zentrum des Schutzgebiets liegt der durch Torfabbau entstandene Weiher mit einem Bestand der Gelben Teichrose (Nuphar lutea). Nördlich des Torfstichs befindet sich ein Zwischenmoor in dessen Randzonen Fieberklee Sumpf-Schwertlilie und Sumpf-Blutauge wachsen. Weitere Arten sind: Hohe Schlüsselblume, Moosbeere, Schmalblättriges Wollgras, Sumpf-Stendelwurz und Rundblättriger Sonnentau. Besonders artenreich sind Schmetterlinge und Käfer vertreten. Im Frühjahr sind auch Grasfrösche und Molche häufig. Sie nutzen die Flachwasserzonen als Laichplatz. An Vogelarten finden sich Pirol, Kuckuck, Zilp-Zalp, Buchfink, Zaunkönig und Ringeltaube.

Hinweise für Besucher: Das Naturschutzgebiet sollte nur von seinen Randzonen aus betrachtet werden. Aufgrund potentieller Gefährdung durch Blindgänger oder noch umherliegender scharfer Munition ist das Betreten der Kernbereiche nicht zulässig.

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