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NSG Feuchtgebiete am Ilvesbach
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Feuchtgebiete am Ilvesbach
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NSG Feuchtgebiete am Ilvesbach:
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Übersicht
 

Naturschutzgebiet "Feuchtgebiete am Ilvesbach" bei Sinsheim

 
Bild: NSG Feuchtgebiete am Ilvesbach
Rauhwiesensee im Naturschutzgebiet "Feuchtgebiete am Ilvesbach" bei Sinsheim (Rhein-Neckar-Kreis)
(© M. Linnenbach)

Der Rauhwiesensee im Naturschutzgebiet "Feuchtgebiete am Ilvesbach" bei Sinsheim (Rhein-Neckar-Kreis). Ein Gewässer mit überregionaler Bedeutung als Brut- und Rastbiotop für Wasservögel (Aufn. März 2014).  In den größeren Schilfbeständen an den nördlichen und südlichen Schutzgebietsgrenzen brüten Rohrammer (Emberiza schoeniclus) und Sumpfrohrsänger (Acrocephalus palustris).

 
Bild: NSG Feuchtgebiete am Ilvesbach, Rhein-Neckar-Kreis
Blick auf den angestauten Rauhwiesensee
(© M. Linnenbach)

Der See wurde 1978 im Zuge eines Flurbereinigungsverfahren als Hochwasserschutzmaßnahme angelegt.

 
Bild: NSG Feuchtgebiete am Ilvesbach, Rhein-Neckar-Kreis
Die Feuchtwiesen am Ilvesbach stehen seit 1989 unter Schutz
(© M. Linnenbach)

Die Feuchtwiesen am Ilvesbach stehen seit 1989 unter Schutz. Seither hat sich die Landschaft dort stark verändert. Im Hintergrund befindet sich der neue Bäderpark Sinsheim, unmittelbar dahinter die Rhein-Neckar-Arena (Aufn. März 2014).

Im Süden der Stadt Sinsheim, im Rhein-Neckar-Kreis, erstreckt sich entlang des Ilvesbaches, zwischen der Autobahn BAB 6 im Osten und dem flächenhaften Naturdenkmal „Oberer alter See" im Westen, das Naturschutzgebiet „Feuchtgebiete am Ilvesbach" (s. Karte des Gebiets). Das 38 ha große Schutzgebiet liegt unterhalb des Steinsbergs, eingebettet in der flachwelligen, lößlehmbedeckten Kraichgauer Hügellandschaft. Im Untergrund steht Keuper als geologische Formation an. Die Talaue wird mit Ausnahme des Naturschutzgebiets landwirtschaftlich intensiv genutzt.

Der Ursprung des Ilvesbach befindet sich zwischen den Ortsteilen Dühren und Weiler. Hier enstspringen zwei weitere Bäche (Dührener- und Immelhäusergraben), die sich nach kurzer Fließstrecke mit dem Ilvesbach vereinigen. Etwa 1,2 km bachabwärts markiert ein Schilfgebiet im Gewann "Oberer alter See" den Beginn der eigentlichen Schutzgebietsfläche. Im Spätmittelalter befand sich hier eine Teichanlage, die wohl zur Burg Steinsberg gehörte. Reste von Dammanlagen sind heute noch im Gelände erkennbar.

Nach weiteren 500 m überquert die L 560 zwischen Weiler und Sinsheim den Ilvesbach, der in Richtung Rauhwiesensee weiterfließt. Der See wurde 1978 im Zuge eines Flurbereinigungsverfahren als Hochwasserschutzmaßnahme aufgestaut und angelegt. Rasch siedelten sich dort zahlreiche Wasservögel an, da größere Stillgewässer im Kraichgau selten sind. Hier brüten sowohl Rohrammern als auch Teich- und Sumpfrohrsänger. Auf der freien Wasserfläche kann man Kormorane beim tauchen und schwimmen beobachten. Auch der Silbereiher schätzt diesen Lebensraum.Bemerkenswert ist der Sachverhalt, dass sich im März 2014 zwei Nilgänse im Schutzgebiet aufhielten. Diese eingeschleppte Tierart (wiss. Neozoon) breitet sich derzeit in Baden-Württemberg stark aus.

Durch den flachen Rauhwiesensee fließt der Ilvesbach weiter in Richtung Sinsheim, vorbei an der 2009 eröfneten Rhein-Neckar-Arena. Kurz vor der BAB 6 endet die Schutzgebietsfläche. Der Bach verläuft unter der Autobahn durch und mündet schließlich im Zentrum von Sinsheim in die Elsenz.

Hinweise für Besucher: Lohnenswert für den Besucher ist zunächst eine Besichtigung der naheliegenden Burg Steinsberg. Mit der Besteigung des Turms kann man sich einen guten Überblick über die Landschaft rund um das Naturschutzgebiet verschaffen. Am Rauhwiesensee sind jegliche Freizeitbeschäftigungen wie Baden, Bootfahren oder das Füttern von Wasservögeln untersagt. Angeln ist nur eingeschränkt zulässig.

Kartenansicht Google Maps